Dit isst Berlin: Anni Dunkelmann will nur noch Brandenburg, Foto: rbb/Norbert Lübbers/Alpha Container GmbH
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Anni Dunkelmann will nur noch Brandenburg - Dit isst Berlin (3)

In der dritten Folge verschlägt es Anni Dunkelmann aufs Land. Sie versucht sich an einer radikalen Brandenburg-Diät. Sie isst nur, was im Umkreis von 100 Kilometern wächst. Brutal lokal, brutal schwer oder brutal lecker?

So gern Anni Dunkelmann ihre Avocados aus Mexiko isst, so sehr sie auf Sommerrollen aus Vietnam steht - ökologisch betrachtet, ist ihr Essen, das um die halbe Welt reist, eine einzige Katastrophe. Deshalb stellt sich Anni Dunkelmann ihrer vielleicht größten Herausforderung: Sie will nur das essen, was in Berlin und Brandenburg wächst: brutal lokal. Diesem Dogma unterwirft sich kaum jemand so kompromisslos wie das Sterne-Restaurant "Nobelhart & Schmutzig". Hier kommen nur Zutaten aus dem Umland auf den Teller. Selbst Pfeffer und Olivenöl sind Tabu.

Anni Dunkelmann will wissen: Schmeckt das überhaupt? Macht das satt? Und wie radikal ist es, sich konsequent regional zu ernähren? Das erlebt Anni Dunkelmann auf dem Hof von Julia Haase und Alexander Hänel. Die beiden sind aus Neukölln ins Oderbruch gezogen und versuchen sich seit einem Jahr als Selbstversorger. Anni Dunkelmann muss mit anpacken, sie gräbt den Garten um, baut ein Kompostklo und merkt: Wer sich brutal lokal ernähren will, hat nicht mehr viel Zeit für Anderes. Beim Schweinebauern Clemens Strohmeyer in Potsdam hilft sie beim Eintreiben der kleinen Ferkel. Die müssen kastriert werden.

Regional kochen mit Christoph Hauser vom Restaurant Herz & Niere in Kreuzberg, Foto: rbb/Norbert Lübbers/Alpha Container GmbH

Und Anni Dunkelmann wird bewusst: Radikal lokal ist kein Zuckerschlecken, wenn es mehr sein soll als die märkische Biokiste. Sie stellt sich der Frage: Muss sie nach Brandenburg auswandern und ihr Leben komplett der Ernährung unterordnen oder geht "Regional" auch eine Nummer kleiner?

Film von Patricia Corniciuc

Erstausstrahlung 05.05.2018/rbb

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