Reportage über gutes Essen und glückliche Schweine - Die rbb Reporter - Lasst die Sau raus!

Eine Reportage über gutes Essen und glückliche Schweine aus dem Landkreis Oberhavel, dem Fläming oder dem Havelland.

Immer mehr Menschen wollen kein industriell hergestelltes Fleisch mehr und suchen nach Alternativen. Und die gibt es: In Brandenburg leben Bauern, die Schweine züchten und ihre Tiere wieder an die Luft lassen. 

Essen macht uns satt und glücklich - doch wissen wir immer, was wir essen? Es kommt viel Schweinefleisch auf den Tisch, das ist meist billig, weil der Großteil der Schweine aus großen Mastanlagen stammt. Aber immer mehr Menschen wollen kein industriell hergestelltes Fleisch mehr und suchen nach Alternativen. Und die gibt es: In Brandenburg leben Bauern, die Schweine züchten und ihre Tiere wieder an die Luft lassen.

Einer dieser Bauern ist Jan Bartholdy. Er lebt mit seiner Familie auf dem Gelände eines alten Rittergutes im Landkreis Oberhavel. Er züchtet die alten, robusten Rassen wie Duroks, Bunte Bentheimer und Wollschweine. Er ist überzeugt: Schweine brauchen keinen Stall, sie brauchen frische Luft und viel Platz zum Suhlen. Schweine brauchen Freiheit! Jan Bartholdy verkauft die Produkte seiner Schweine nicht nur jede Woche in der "Markthalle Neun" in Berlin Kreuzberg, sondern auch direkt an Gastronomen.

Schwarz gefleckte Muttersau mit Ferkeln vor offenem Stall, Quelle: imago

Biobauer Bernd Schulz aus dem Fläming ist ein alter Hase im Freiland-Schweine-Geschäft. Seit 1996 hält er seine Sauen und Ferkel auf einer über 33 ha großen Freilandanlage, wo die Tiere rund um die Uhr mitten in der Natur leben und sich, wenn sie wollen, in kleine Hütten zurückziehen können.

Der Berliner Dennis Buchmann hatte vor einigen Jahren eine clevere Vermarktungsidee und gründete mit Bernd Schulz das Projekt "Meine kleine Farm". Online können sich die Kunden Bilder von den Schweinen ansehen und erfahren, wann das Tier geschlachtet wird. Wer Appetit darauf hat, kann sich dann auch die "Wurst mit Gesicht" kaufen - auf jeder Verpackung prangt das Gesicht des Schweines, welches dafür geschlachtet wurde. Die "Wurst mit Gesicht" zeigt den Käufern, woher das Produkt kommt - das ist das Geheimnis des Erfolgs.

Auch Bauer Daniel Kaluza aus dem Havelland führt einen besonderen Bauernhof - den Demeterhof Neuwerder. Der gehört dem Stahlbauunternehmen Alfred Rexroth GmbH aus Berlin, das damit eine besondere Stadt-Land-Beziehung für seine Mitarbeiter herstellt. Seit zwei Jahren werden hier auch Sattelschweine in Freilandhaltung gezüchtet.

Film von Ulrike Licht und Svenja Weber

Erstausstrahlung, 03.01.2015/rbb

Weitere rbb Reporter

Gemüsekiste, Foto: imago/Ini1110/Photocase
imago/Ini1110/Photocase

Unterwegs mit Lebensmittelrettern - Teller oder Tonne

In Deutschland werden jede Sekunde 570 Kilogramm Lebensmittel entsorgt. Die Reportage schaut hinter die Kulissen der Lebensmittelrettung in Berlin und begleitet Menschen, die sich dafür engagieren.

Karin und Dieter Schiller in Kladow, seit 60 Jahren Camper (Bild: rbb)
rbb Presse & Information

Dauercamper in Kladow - Winterfest!

Dauercamper sind eine wetterfeste Gemeinschaft – bei Hitze, Regen oder Schnee. Von den einen werden sie belächelt, von den anderen bewundert. Worin liegt der Reiz des Dauercampens? Die rbb Reporter waren im nasskalten Spätherbst in Kladow und haben die Camper gefragt.  

picture alliance/dpa
picture alliance/dpa

Weltenbummler mit Bock auf Heimat - Back To Lausitz

Die Rückkehrer-Welle rollt aus der ganzen Welt. Die Lausitz ist ein beliebtes Landefeld. Die rbb Reporter begleiten vier Protagonisten in ihrem Alltag, zeigen Hindernisse und Wagnisse.

Ortsschild Ende Stadt und Beginn kein Netz (Bild: imago images / Ralph Peters)
imago images / Ralph Peters

Leben im Funkloch

Mit seinem Mobilfunknetz gehört Deutschland zu den Schlusslichtern in Europa – noch hinter Albanien. Auch in Brandenburg gibt es jede Menge Funklöcher.

Informationstafeln am Mauerweg © rbb

Die rbb Reporter - Grenzenlos - Geschichten am Mauerweg

Auf über 160 Kilometern führt der Mauerweg einmal rund um das ehemalige West-Berlin - vorbei an Gedenkorten, Mauerspuren, Dokumentationszentren und Museen. Wer sich hier zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf eine Reise in die Vergangenheit begibt, sollte viel Zeit einplanen.