Winter im Spreewalddorf Lehde (Quelle: rbb)

Die rbb Reporter - Winter im Spreewalddorf Lehde

Das Spreewalddorf Lehde ist von besonderem Reiz. Es ist ein "Lagunendorf": Die meisten der Gehöfte kann man nur mit dem Kahn erreichen.

Fußgängerbrücken verbinden unzählige kleine Inseln. Im Sommer lockt das Dorf Tausende Touristen an, die sich von versierten Fährmännern durch die malerische Landschaft schippern lassen und die Spreewaldküche genießen. 
Winterlandschaft bei Lehde (Quelle: dpa)
Winterlandschaft bei Lehde
Im Winter sieht es schon anders aus. Da sind die 150 Einwohner Lehdes unter sich. Die, die vom Tourismus leben, genießen jetzt die Ruhe und beschäftigen sich mit all den Arbeiten, die im Winter anstehen, wie Brennholz machen, Fischernetze ausbessern, Häuser renovieren oder Körbe flechten. Das alltägliche Leben kann im Winter beschwerlich werden, denn der Kahn bleibt auch dann wichtigstes Transportmittel für die "Lehdschen" - wie sie sich nennen - und alles, was zu transportieren ist: Lebensmittel, Baumaterialen, Kohle, Heizkessel oder Kühlschränke.

Wenn die Wasserstraßen richtig zugefroren sind, wird alles per Schlitten transportiert. Probleme gibt es dann, wenn die Kanäle nur halb zugefroren sind und die Lehdschen weder Schlitten noch Kähne einsetzen können. Dann sind die Einwohner wirklich unter sich und nichts geht mehr: Keine Post, keine Müllabfuhr, kein Pflegedienst. Nur die Feuerwehr wohnt im Dorf.

Reporterin Petra Cyrus hat sich mit ihrem Team eine Woche in Lehde einquartiert, um zu beobachten, wie das alltägliche Leben im Winter funktioniert. Wenn man sich im Vereinshaus "Kleiner Hecht" zur geselligen Runde trifft, ist das Team dabei. Es trifft aber auch die Lehdschen in ihren traditionellen Häusern und Bauernhöfen. Dabei hat jeder eine Geschichte zu erzählen - witzige, unglaubliche, übertriebene und auch traurige - so, wie das Leben ist.

Film von Petra Cyrus

(Erstausstrahlung am 02.03.2013/rbb)

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