Garten von Schloss Babelsberg (Quelle: rbb)
Bild: rbb

Preußens Arkadien zur Mauerzeit - Gärtner führen keine Kriege

Die preußischen Schlösser und Gärten entlang der Havel sind heute UNESCO-Weltkulturerbe und einmalige Kulturlandschaft. 1961 wurden die Gärten im Grenzgebiet zwischen Potsdam und West-Berlin zu einem Schauplatz des Kalten Krieges: Mauer, Grenzzäune und Todesstreifen zerstörten über 35 Hektar der historischen Parkanlagen.

Schloss und Park Branitz in Cottbus, der ehemalige Alterssitz von Fürst Pückler-Muskau (Quelle: imago / Cathrin Bach)

Für die königlichen Gärten und Landschaften, das Preußische Arkadien rund um die Glienicker Brücke, spielten Grenzen keine Rolle. Im Gegenteil: Immer ging es ihren Gestaltern wie Pückler-Muskau und Lenné darum, visuelle und ideelle Zusammenhänge aufzuzeigen - um Sichtbezüge über Wasser und Topographie hinweg.

Mecklenburgischer Landschaftspark von Peter Joseph Lenné in Basedow; © Foto: Peter Joseph Lenné

Der Mauerbau zerschnitt das Ensemble. In den Gärten breiteten sich Mauer, Grenzzaun und Todesstreifen aus. Peter Joseph Lennés "Sichtachsen" wurden pervertiert: Die Grenztruppen wollten "Sichten", um Fluchten zu verhindern, ein "freies Sicht- und Schussfeld".

Die im 19. Jahrhundert angelegten romantischen Uferwege in den Parkanlagen in Babelsberg, im Neuen Garten und in Sacrow wurden zum Patrouillenweg der DDR-Grenztruppen. Planierraupen baggerten kunstvoll geschwungene Wege und Hügel weg, Parkarchitekturen abgerissen und große Flächen mit Pflanzengift verwüstet. Der 28 Jahre andauernden Zerstörung dieses weiträumigen Gesamtkunstwerkes folgte die Heilung, die aufwendige Restaurierung der Gärten nach dem Fall der Mauer.

Im Film kommen die damals verantwortlichen Gärtner zu Wort. Sie berichten von ihrem Versuch, die Gartenkunstwerke gegen die immer perfekter ausgebaute "Staatsgrenze" der DDR zu verteidigen. Und von der grandiosen Heilung nach dem Mauerfall.

Die Dokumentation wurde gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Film von Jens Arndt

Erstausstrahlung am 19.07.2016/rbb

Die rbb Reporter - Die Motormänner aus Weißensee; Quelle: rbb

Die Motormänner aus Weißensee

Die rbb Reporter begleiten Oldtimer Klassiker, die von den Motormännern wieder zum Leben erweckt werden.

Rivalen der Renaissance - Bellini und Mantegna (10.03.2019, 15:35)
Tag/Traum Filmproduktion

Bellini und Mantegna - Rivalen der Renaissance

Seit 1. März 2019 präsentiert die Gemäldegalerie in Berlin eine umfassende Ausstellung zum eng miteinander verwobenen Schaffen von Andrea Mantegna (um 1431–1506) und Giovanni Bellini (um 1435–1516). Die Dokumentation erzählt von der Konkurrenz zweier Malerfürsten, die bis in den Tod miteinander verbunden blieben.

Bauhausfrauen auf einer Treppe (Fotografie von T. Lux Feininger), Foto: rbb/MDR/Koberstein Film/Thomas Eirich-Schneider
rbb Presse & Information

Bauhausfrauen

Das Bauhaus gilt als Heimstätte der Avantgarde und ist Sinnbild der Moderne. Heute, 100 Jahre nach dessen Gründung, sind die Bauhausmeister die Stars der Architektur- und Designgeschichte. Doch die Geschichte des Bauhauses ist eine der männlichen Helden und bis heute stehen die Künstlerinnen im Schatten ihrer Kollegen.

Die Heidekrautbahn, Bild: rbb
imago/Rainer Weisflog

Bilderbuch - Der Barnim

Der Barnim im Nordosten Brandenburgs gilt als der große Balkon Berlins: eine Landschaft mit stattlichen Hügeln, mächtigen Tälern und unzähligen Seen, umsäumt von Buchenwäldern, die zum Weltnaturerbe gehören. Ein Kleinod, das überrascht.