Gründungsmitglieder des Neuen Forum auf der Grossdemonstration in Ostberlin (Bild: rbb/Hans Sparschuh)
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Gründungsmitglieder des Neuen Forum auf der Grossdemonstration in Ostberlin | Bild: rbb/Hans Sparschuh

- Gegen das System

Das Neue Forum und der Herbst 1989 - Die Dokumentation erinnert an den Mut, die Zivilcourage und an das große Maß an Verantwortung, mit dem die Bürgerbewegung den gewaltfreien Übergang von der Diktatur zur Demokratie geebnet hat.

Diskussionsrunde des Neuen Forum mit Bärbel Bohley und Jens Reich (Bild: rbb/Hans Sparschuh)
Diskussionsrunde des Neuen Forum mit Bärbel Bohley und Jens Reich

Im Sommer 1989 herrscht trotz allgegenwärtiger Stasi und permanenter Verhaftungsbedrohung Gründungsfieber unter den Oppositionellen. Der Starrsinn der Parteilenker, Fluchtwelle und Botschaftsbesetzungen, Sprachlosigkeit der Regierung angesichts des Problemstaus, repressive Überreaktionen und außenpolitisch motivierte Nachgiebigkeit mobilisieren viele beherzte Bürger. Das Neue Forum wird gegründet.

Als sich im Mai 1989 in Ungarn erste Risse im Eisernen Vorhang auftun, wird die ohnehin schon große Ausreisewelle aus der DDR zu einer nicht mehr aufzuhaltenden Flut. Zehntausende stimmen in den folgenden Monaten mit den Füßen gegen die verordnete Friedhofsruhe im Land ab und flüchten über die nun offene ungarische Grenze in den Westen. Die dramatischen Fluchtbilder erreichen via Westmedien Abend für Abend auch Millionen im Land verbliebene Bürger.

Die wenigen bis dahin gegründeten Menschenrechtsgruppen, Umwelt- und Friedens- Initiativen erhalten immer mehr Zulauf. Es kommt zu Demonstrationen und zu öffentlichen Protesten, die von Seiten der Staatsmacht durch Volkspolizei und Staatssicherheit mit Gewalt beantwortet wird. Als sich am 9. September 1989 im Haus des DDR-Dissidenten Robert Havemann in Grünheide bei Berlin Oppositionelle versammeln und das NEUE FORUM gründen, unterschreiben 30 von ihnen den Gründungsaufruf "Aufbruch 89. Neues Forum", unter ihnen Bärbel Bohley, Jens Reich, Rolf Henrich, Katja Havemann. Konstatiert wird darin ein tiefer Riss zwischen Staat und Gesellschaft, eine gestörte Beziehung, die das gesamte gesellschaftliche Leben lähmt.

Die Unterzeichner rufen zu einem demokratischen Dialog über die zukünftigen Aufgaben des Rechtsstaates auf, zu öffentlichen Diskussionen über Reformen in Wirtschaft und Kultur und berufen sich auf das in Artikel 29 der DDR-Verfassung festgeschriebene Grundrecht auf Anerkennung des Neuen Forums als Verein.

Doch der Staat sieht in der Bürgerbewegung einen Angriff auf die Grundfesten der sozialistischen Ordnung und lehnt eine Zulassung zunächst ab. Nach dem massenhaften Zulauf von Sympathisanten und zehntausenden Mitgliedern knickt der Staat schließlich ein. Am 9. November 1989 wird die Zulassung des Neuen Forum in einer Pressekonferenz verkündet. Es ist der Tag, an dem auch in Berlin die Mauer fällt.

Die Dokumentation von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister erinnert mit vielen Zeitzeugen und teils noch unveröffentlichtem Filmmaterial an den Mut, die Zivilcourage und an das große Maß an Verantwortung, mit dem die Bürgerbewegung Neues Forum den gewaltfreien Übergang von der Diktatur zur Demokratie geebnet hat.

Film von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister

Erstausstrahlung 13.10.2019/rbb

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