Einer der Porträtierten, Bernhard, vor seinem Haus im Jahr 1981; Quelle: rbb/PROGRESS Film-Verleih/Winfried Junge
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Einer der Porträtierten, Bernhard, vor seinem Haus im Jahr 1981 | Bild: rbb/PROGRESS Film-Verleih/Winfried Junge

Das Ende der unendlichen Geschichte - Und wenn sie nicht gestorben sind… (4/4)

Der Film erzählt über Bernhard und Eckhard und führt als letzter Film über "Die Kinder von Golzow" zum Buddelkasten des Golzower Kindergartens zurück, dort, wo im Jahre 1961 alles begann.

Die Langzeitchronik über "Die Kinder von Golzow", Schulanfänger eines Dorfes im Oderbruch, ist die älteste der Filmgeschichte. Sie wurde 1961 in der DDR nur wenige Tage nach dem Beginn des Baus der Berliner Mauer begonnen. In mehr als vier Jahrzehnten hat sie 22 Filme hervorgebracht, die Hälfte von ihnen ist in der Bundesrepublik Deutschland entstanden. Nach der Wende waren das zwölf große Porträts der ehemaligen Schüler. Elf davon wurden in Zusammenarbeit mit dem ORB/rbb produziert.

Im Zentrum des 4. Teils von "Und wenn sie nicht gestorben sind..." stehen Bernhard und Eckhard, beide gelernte Maschinenschlosser, die bis heute in Golzow leben und befreundet sind. Während Eckhard als Maschinenschlosser in der LPG arbeitet und seinen Lebensplan Ehe, Kinder, Haus und Hof verfolgt, ist Bernhard als Maschinenschlosser nach der Wende auch zeitweise in der Ukraine tätig. Als Eckhard seinen 50. Geburtstag feiert, ist er bereits zwei Jahre arbeitslos, obwohl er viele Fähigkeiten hat und arbeiten will.

Der Epilog, der den letzten Film über die Kinder von Golzow abschließt, führt zum Buddelkasten des Golzower Kindergartens zurück, dort, wo einmal alles begann. Wieder singen ABC-Schützen vom Schulbeginn, und so erinnert diese Szene an den Einschulungsjahrgang 1961. Am Ende der Geschichte nimmt die Kamera Abschied von der Schule, die künftig den Namen "Schule der Kinder von Golzow" tragen wird.

Film von Barbara und Winfried Junge / 1961 - 2007

Golzow-Retro - Die Filme im Überblick

Drehbuch: Die Zeiten-Abschlussfeier der 10. Klasse, 1971; Quelle: rbb/PROGRESS Film-Verleih/Reiner Podzuweit
rbb/PROGRESS Film-Verleih/Reiner Podzuweit

Drei Jahrzehnte mit den Kindern von Golzow und der DEFA - Drehbuch: Die Zeiten

"Die Kinder von Golzow" ist die Geschichte von 18 Schülerinnen und Schülern, geboren in der DDR, eingeschult im Sommer 1961, wenige Tage nach dem Bau der Mauer. Eine Langzeitbeobachtung, die ihre Helden fast 50 Jahre dokumentarisch begleitete. Der rbb zeigt die Retrospektive "Die Kinder von Golzow" in den kommenden zehn Wochen: zehn Filme der Reihe, die nach der Wiedervereinigung entstanden.

Willy als kleiner Junge in der Schule (Quelle: Filmstill aus dem Film von Barbara und Winfried Junge: "Die Geschichte vom Onkel Willy aus Golzow")
Filmstill aus dem Film von Barbara und Winfried Junge: "Die Geschichte vom Onkel Willy aus Golzow"

Retrospektive - Die Geschichte vom Onkel Willy aus Golzow

Willy war einer von 18 Schülerinnen und Schülern, geboren in der DDR, eingeschult im Sommer 1961 - wenige Tage nach dem Bau der Mauer. Die Filmemacher begleiteten auch Willy durch die Jahrzehnte und zeigten wie aus dem kleinen Willy "Onkel Willy" wurde.

Elke, als Schulkind; Quelle: rbb/PROGRESS Film-Verleih/Winfried Junge
rbb/PROGRESS Film-Verleih/Winfried Junge

Retrospektive - Was geht euch mein Leben an? Elke - Kind von Golzow

Die älteste und umfassendste Langzeitdokumentation der Filmgeschichte erzählt diesmal von Elke - von der Buddelkiste bis zum 41. Geburtstag der gelernten Bauzeichnerin, Mutter zweier Kinder, geschieden, die heute mit einem Geschäftsmann aus Frankfurt am Main in der Nähe von Frankfurt (Oder) lebt.

Marieluise als kleines Mädchen (Quelle: Filmstill aus dem Film von Barbara und Winfried Junge: "Da habt ihr mein Leben. Marieluise - Kind von Golzow")
Filmstill aus dem Film von Barbara und Winfried Junge: "Da habt ihr mein Leben. Marieluise - Kind von Golzow"

Retrospektive - Da habt ihr mein Leben. Marieluise - Kind von Golzow

Marieluise, die 1961 in Golzow eingeschult wurde, erlernte den Beruf der Chemielaborantin, heiratete einen Offizier der Nationalen Volksarmee, bekam zwei Töchter - und ging nach der Wende mit ihrem Mann nach Köln.

Die junge Brigitte in der Schule (Quelle: Filmstill aus dem Film von Barbara und Winfried Junge: "Brigitte und Marcel - Golzower Lebenswege")
Filmstill aus dem Film von Barbara und Winfried Junge: "Brigitte und Marcel - Golzower Lebenswege"

Retrospektive - Brigitte und Marcel - Golzower Lebenswege

Im Mittelpunkt steht diesmal das zutiefst berührende Leben von Brigitte und ihrem Sohn Marcel. Brigitte wurde als erste in ihrer Klasse Mutter und starb als erste. Ihr Sohn Marcel war damals erst zwölf Jahre alt.

Dieter mit seinen Arbeitskollegen (Quelle: Filmstill aus dem Film von Barbara und Winfried Junge: "Ein Mensch wie Dieter - Golzower Lebenswege")
Filmstill aus dem Film von Barbara und Winfried Junge: "Ein Mensch wie Dieter - Golzower Lebenswege"

Retrospektive - Ein Mensch wie Dieter - Golzower Lebenswege

Dieter war einer von 18 Schülerinnen und Schülern, geboren in der DDR, eingeschult im Sommer 1961 – wenige Tage nach dem Bau der Mauer. In der längsten Langzeitbeobachtung der Filmgeschichte wird auch sein Lebensweg begleitet.

Der Filmemacher Winfried Junge nimmt in einem Archiv in Berlin, das mit Filmmaterial seines Langzeit-Projektes "Kinder von Golzow" gefüllt ist, eine Rolle aus dem Regal (Bild: dpa)

Das Ende der unendlichen Geschichte - Und wenn sie nicht gestorben sind... (1/4)

Der Film erzählt über die Lebensläufe von fünf Golzowern, die alle der Generation 50plus angehören. Es werden die politisch engagierten Ilona und Winfried vorgestellt, sowie Jürgen, Petra und Christian, zu denen die Filmemacher eine Zeit lang den Kontakt verloren hatten.

Eine der Porträtierten, Gudrun (links), arbeitet als Köchin im Golzower Kulturhaus im Jahr 1975; Quelle: rbb/PROGRESS Film-Verleih/Winfried Junge
rbb/PROGRESS Film-Verleih/Winfried Junge

Das Ende der unendlichen Geschichte - Und wenn sie nicht gestorben sind… (3/4)

Dieser Film aus der ältesten und umfassendsten Langzeitdokumentation der Filmgeschichte erzählt von Elke, Karin und Gudrun sowie Gudruns Vater Arthur Klitzke, dem weithin bekannten Golzower LPG-Vorsitzenden. Es gibt auch eine Wiederbegegnung mit der Klassenlehrerin Marlies Teike.