Der Filmemacher Winfried Junge nimmt in einem Archiv in Berlin, das mit Filmmaterial seines Langzeit-Projektes "Kinder von Golzow" gefüllt ist, eine Rolle aus dem Regal (Bild: dpa)

Die Kinder von Golzow - das Ende der unendlichen Geschichte - Und wenn sie nicht gestorben sind... (1/4)

Im ersten Teil werden die politisch engagierten Ilona und Winfried vorgestellt. Zu Jürgen, Petra und Christian hatten die Filmemacher eine Zeit lang den Kontakt verloren.

Im ersten Teil (der im Jahre 2006 Premiere hatte) geht es um die Lebensläufe von vier Golzowern, die heute alle der Generation 50plus angehören.

Golzow - Stadt der Kinder von Golzow © imago/Enters
Golzow - Stadt der Kinder von Golzow © imago/Enters

Ilona (Elektronikfacharbeiterin und spätere FDJ-Funktionärin in Frankfurt (Oder), die politisch engagiert war, sowie Jürgen (zunächst Maler, heute Lagerarbeiter in Manschnow), Petra (deren Traumberuf Ärztin war, die später als Bauingenieurin nach Mecklenburg zog) und Christian (früher Landmaschinenschlosser, heute Haustechniker bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Berlin), zu denen die Filmemacher eine Zeit lang den Kontakt verloren hatten. Zeitsprünge, Lücken in den einzelnen Biografien – die Porträts der beiden Frauen Petra und Ilona enden gar schon zu DDR-Zeiten.

So zeichnet den Film der Mut zum Fragmentarischen aus, eine reizvolle Herausforderung für den Zuschauer, Fragen zu formulieren, Mutmaßungen anzustellen. In Prolog und Epilog wird auch der Ort Golzow, seine Landschaft und Landwirtschaft sowie die Schule in seinem Zentrum, mit den Räumen für die Filmausstellung, einbezogen.

Musik: Gerhard Rosenfeld, Kurt Grottke
Kamera: Hans Eberhard Leupold, Harald Klix
Buch und Regie: Barbara & Winfried Junge

Dokumentarfilm von Barbara und Winfried Junge

Deutschland 1961 und 2007

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