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Der Kampf um die Sicherheit - Hauptstadt des Verbrechens?

570.000 Straftaten wurden in Berlin im vergangenen Jahr angezeigt. So viele wie in keiner anderen deutschen Stadt. Die Aufklärungsquote sinkt von Jahr zu Jahr.

Ein Polizeiauto fährt mit Blaulicht durch Berlin (Quelle: imago/Schöning)

Drogenhandel, kriminelle arabische Großfamilien, No-Go-Areas, reisende Einbrecherbanden, U-Bahn-Schläger, extremistische Gewalttäter und die latente Terrorgefahr fordern die Menschen heraus: In der Hauptstadtregion beschreibt die verrohte Gesellschaft ein Sicherheitsdilemma zwischen Angst und Freiheit.

Zwar ist das Sicherheitsgefühl gesunken, aber in Berlin geben viele Menschen ihre freiheitliche Art zu leben nicht auf, lassen Angst erst gar nicht zu. Unterdessen müht sich der Staat, die Kontrolle auch an den besonders kriminalitätsbelasteten Orten Berlins wieder zu erlangen: Über eine weit reichende Videoüberwachung und neue Konzepte für eine chronisch unterbesetzte Polizei.

Berlin steckt in einem Kampf um Sicherheit, den die beiden rbb-Autoren Olaf Sundermeyer und Jan Wiese aus Sicht derer erzählen, die ihn führen. Sie zeichnen ein atmosphärisch dichtes Hauptstadtporträt. Darin tritt neben anderen Tarek auf, Kokain-Dealer aus einer arabischen Großfamilie Neuköllns, der die beiden Filmemacher im Drogentaxi durch die Stadt fährt.

Der deutsche Staat interessiert mich nicht. Wir haben unsere eigenen Gesetze. Sonst würden wir doch nicht so eine Scheiße machen." (Tarek)

Sandra Knape trotzt mit ihrer Baugruppe in der Rigaer Straße sowohl dem Mietendruck als auch der wiederkehrenden Gewalt Linksautonomer gegen ihr Hausprojekt ("Ich muss hier täglich um meine Freiheit kämpfen"). Auch Oberstaatsanwalt Sjors Kamstra, der seit Jahren gegen die organisierte Kriminalität arbeitet und Susanne Trampe, Testperson bei der Gesichtserkennung am Bahnhof Südkreuz, stecken mitten drin: Im Kampf um die Sicherheit, der längst nicht entschieden ist.

Film von Olaf Sundermeyer und Jan Wiese
Erstausstrahlung: 5.9.2017/rbb

Agenten des BND sollen streng konspirativ die Welt der Witze im Arbeiter- und Bauernstaat erfassen und auswerten. © rbb/MDR/Lew Hohmann
rbb Presse & Information

DDR-Witze und der BND

Der Film schaut hinter die Kulissen der professionellen Witze-Sammler aus dem Westen und nicht weniger neugierig und direkt hinein in die Witze-Küchen der DDR. Tragisches und Witziges.

Die Oberbaumbrücke in Friedrichshain-Kreuzberg (Quelle: imago/Jochen Tack)
imago/Jochen Tack

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Dichter Verkehr in der Berliner Innenstadt
imago/PEMAX

Bilderbuch - Berlin-Friedrichshain

Der einstige Arbeiterbezirk mit verfallenen Mietskasernen hat sich zur berühmtesten Partymeile der Hauptstadt gemausert. Die Karl-Marx-Allee - erbaut als sozialistischer Prachtboulevard - ist die Friedrichshainer Magistrale: Das längste Baudenkmal Europas und ein begehrtes Wohnquartier.

Die rbb Reporter - Der Dackel ist zurück! - Film von Stephanie Wätjen (19.05.2018, 18:30)
rbb/Christian Schulz

Der Dackel ist zurück!

Er war schon aus dem Stadtbild verschwunden, doch jetzt kommt der frechste aller Hunde zurück. Berlins Hipster haben entdeckt, dass die tierische Brezel der perfekte Begleiter ist: handlich, unverwechselbares Design und man bekommt viel Charakter für wenig Hund. Die rbb Reporter klären auf über die neue Schwärmerei für den kurzbeinigen Charakterhund.

Bernd Baumann (Erster parlamentarischer Geschäftsführer, links) und Alice Weidel (Fraktionschefin, rechts) inspizieren ihre neuen Büroräume in Berlin. © rbb/phoenix/ARD-Hauptstadtstudio
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Protest und Provokation

Die Fernsehkorrespondentinnen Marie-Kristin Boese und Karin Dohr haben die AfD im Bundestag in deren ersten Monaten beobachtet. Während die Medien sich vor allem dem mühevollen Ringen um eine Regierungsbildung widmen, beginnt die AfD ihre Arbeit weitgehend abseits der großen Aufmerksamkeit.