Solumay Abraimov sitzt auf dem Zaun © rbb/Susanne Schüle
Bild: rbb Presse & Information

Entdeckungen in einer wenig bekannten Region - Im freien Fall

Der Dokumentarfilm von Susanne Schüle und Elena Levina zeigt eine noch wenig bekannte Region der Erde: den russischen Altai. Seine Bewohner wurden im zaristischen Russland erst Opfer der brutalen Russifizierung, dann hat man sie mit nicht weniger rücksichtsloser Gewalt ins sowjetische System gepresst. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden sie sich selbst überlassen.

Marina in der Bäckerei © rbb/Susanne Schüle
Bild: rbb Presse & Information

Boris und Marina gehören einer ehemaligen stolzen Hirtenfamilie aus dem Altaigebirge an, der nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die Lebensgrundlage entzogen wurde.

Als eines Nachts radioaktiver Weltraumschrott neben ihrer Hütte aufschlägt und die beiden geistesgegenwärtig Schadenersatz von der russischen Weltraumorganisation Roskosmos fordern, geht ihre Geschichte um die Welt. Hier fängt der Film an, aber hört nicht bei der Sensation auf, sondern taucht tief in das Leben von Menschen ein, die nach vielen politischen Veränderungen im fernen Moskau einfach vergessen wurden.

Boris Urmatov vor seiner Hütte © rbb/Susanne Schüle
Bild: rbb Presse & Information

Die Autorinnen nähern sich unaufdringlich und behutsam ihren Protagonisten, die nach und nach die Scheu verlieren und ihre Geschichte erzählen, ihren Alltag schildern, der geprägt ist vom Kampf ums Überleben.

In großartigen poetischen Bildern erscheint die Landschaft des Altaigebirges vor uns, die bedroht ist von dem möglicherweise verseuchten Weltraumschrott, der nach so manchem Raketenstart im kasachischen Baikonur auf sie niedergeht. Ein eindringlicher, ruhiger, wichtiger Film über die Vernichtung einer alten Kultur, über gewalttätige Fortschrittstechnik und über vergessene, verlorene Menschen.

Film von Elena Levina und Susanne Schüle
Erstausstrahlung 25.11.2018/rbb

Uberquellende Mülltonne an einem Strand voller Müll, Quelle: Colourbox
Colourbox

Unterwegs mit Plastikjägern

Berlins Müllschiffe haben immer mehr zu tun, um die vielen Flüsse und Seen der Bundeshauptstadt vom Unrat der Millionenmetropole zu befreien. Das meiste davon ist Plastikmüll. Was die "Plastikjäger" nicht herausfischen können, landet letztlich in unseren Meeren und Ozeanen.  

Lebensmittelabholung durch Foodsharing e.V. am Alexanderplatz © rbb/Maren Schibilsky
rbb/Maren Schibilsky

Unterwegs mit Lebensmittelrettern - Teller oder Tonne

In Deutschland werden jede Sekunde 570 Kilogramm Lebensmittel entsorgt. Die Reportage schaut hinter die Kulissen der Lebensmittelrettung in Berlin und begleitet Menschen, die sich dafür engagieren.

Grafische Montage: Schwarz-weiß Aufnahme von zwei Frauen(Quelle: rbb)
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Punk auf der Insel - Wilde Jahre West-Berlin

Ende der 70er Jahre: Es herrscht Aufbruchstimmung in West-Berlin. Von der Mauer umgeben wird die Insel zum Mekka des deutschen Punks und des avantgardistischen Undergrounds. Ein Paradies für Paradiesvögel.

Die Havel von oben

Der Film zeichnet den Verlauf des über 300 Kilometer langen Fließgewässers nach, von der Quelle im Müritz-Nationalpark über die zahlreichen Seen der Hauptstadtregion, den Havelschlössern der preußischen Könige und Prinzen, bis hin zur Elbmündung bei Havelberg.