Die HVA – eine Elitetruppe mit Korpsgeist und Konspiration. (Bild: rbb/ARD/BStU)
Bild: rbb/ARD/BStU

Ein deutscher Dienst im Kalten Krieg - Inside HVA (1/2)

Die HVA, die Hauptverwaltung Aufklärung des Ministeriums für Staatssicherheit war der weltweit agierende Auslandsgeheimdienst der DDR. Eine der effektivsten Spionageorganisationen des 20. Jahrhunderts, berühmt-berüchtigt und geheimnisumwittert. Ein Mythos, ein "Tarnkappenbomber" Moskaus, der oft unter dem Radar der westlichen Geheimdienste flog. Ein Schattenreich, eine Black Box.  

Die HVA, die sich selbst als eine Elitetruppe ansah, war geprägt vom Geist des Kalten Krieges und der Paranoia des Klassenkampfs. Am Ende gehörten ihr über viertausend hauptamtliche Mitarbeiter an. Korpsgeist und blinder Gehorsam, erfinderisch in der Kunst der Verstellung, Konspiration als Beruf und Lebensinhalt, das waren ihre Maximen.

HVA-Chef Markus Wolf (Bild: rbb)
HVA-Chef Markus Wolf

In der DDR rekrutierte die HVA über zehntausend inoffizielle Mitarbeiter. Etwa zweitausend "Quellen", Spione, hatte sie weltweit im sogenannten "Operationsgebiet" installiert. Wer waren diese "Aufklärer", die sich selbst nie als Spione ansahen und sich auch heute noch "Kundschafter des Friedens" nennen? Aus welchen Motiven arbeiteten sie in der HVA beziehungsweise spionierten für die DDR? Sahen sie sich als Patrioten, als Revolutionäre oder als ein Anhängsel des KGB? Wie erlebten sie das Ende der DDR und die Zeit danach?

ainer Rupp alias „Topas“ – der Topspion der HVA in der NATO (Bild: rbb)
ainer Rupp alias „Topas“ – der Topspion der HVA in der NATO

Der erste Teil der zweiteiligen Dokumentation von Daniel und Jürgen Ast gibt einen exklusiven Einblick in die Arbeitsweise und das Selbstverständnis der Hauptverwaltung Aufklärung. In ihre Anfänge als Blaupause des sowjetischen Geheimdienstes, ihre geheimen Attacken auf die Bonner Republik, ihre Methoden, von Doppelgänger-Einschleusungen bis zu "Romeo"-Affären. Er erzählt vom Verrat in den eigenen Reihen, dem letzten Todesurteil in der DDR und vom "Mann ohne Gesicht", der Spionagelegende Markus Wolf.

Auszeichnung der „Kundschafterin“ Ursel Lorenzen durch SED-Chef Erich Honecker (Bild: rbb)
Auszeichnung der „Kundschafterin“ Ursel Lorenzen durch SED-Chef Erich Honecker

Jahrelange Recherchen ermöglichen heute, 30 Jahre nach dem Mauerfall und der Auflösung der HVA, Innenansichten aus einer zum großen Teil bis heute verriegelten Welt. Erstmalig äußern sich zahlreiche hochrangige HVA-Mitarbeiter vor der Kamera. Außenansichten ihrer westlichen und östlichen Geheimdienst-"Kollegen" ergeben ein höchst spannendes und aufschlussreiches Gesamtbild. "Inside HVA - Ein deutscher Dienst im Kalten Krieg" ist das Psychogramm eines kommunistischen Geheimdienstes mit deutschem Antlitz.

Zweiteiliger Film von Daniel und Jürgen Ast

Erstsendung 07.01.20/rbb

Gemüsekiste, Foto: imago/Ini1110/Photocase
imago/Ini1110/Photocase

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Oberbaumbrücke Berlin Kreuzberg, 2010, Bild: imago images / Panthermedia
imago images / Panthermedia

- Bilderbuch - Kreuzberg

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Hochwald im Herbst bei Gegenlicht. (Quelle: imago images / alimdi)
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rbb/Sarah Spindler

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imago images / Pacific Press Agency

Pit und Paule - die Pandajungen aus Berlin

Es gibt ein Wiedersehen mit den Pandazwillingen Meng Yuan und Meng Xiang - von den Berlinern liebevoll Pit und Paule genannt.