"Themenbild Kontraste: Bewaffnete Polizisten"; © rbb
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- Staatsgewalt - Wenn Polizisten zu Tätern werden

Jedes Jahr gibt es in Deutschland 2.500 gewaltsame Übergriffe von Polizeibeamten gegen Unschuldige - und die Opfer haben kaum eine Chance auf Aufklärung oder gar Wiedergutmachung. Im Gegenteil: Oft werden sie mit Ermittlungsverfahren überzogen und landen nicht selten selbst auf der Anklagebank. Die Dokumentation zeichnet aktuelle Fälle nach.

Außerdem geht die Dokumentation der Frage nach, warum sie in Deutschland faktisch straflos bleibt – selbst wenn dabei Menschen zu Tode kommen. Dabei kann es buchstäblich jeden treffen. Oft ist es reiner Zufall, ob eine Situation eskaliert. Die meisten Fälle bleiben unter dem Radar der Öffentlichkeit. Die Dunkelziffer, sagen Experten, ist gewaltig. Der Grund dafür ist einfach: Nur wenige Betroffene zeigen die Beamten an und wenn, dann werden die Fälle systematisch vertuscht.

Motorradstaffel der Polizei Berlin am 03.04.2017 in Berlin (Quelle: imago/Revierfoto)

Beamte manipulieren Beweise und Aussagen, decken sich gegenseitig und geben falsche dienstliche Erklärungen ab – und kommen damit durch, denn es gibt in Deutschland keine unabhängigen Ermittlungen. Oft wird sogar die eigene Einheit mit der Aufklärung eines Vorfalls betraut. Auch die Nähe von Staatsanwälten und Ermittlern wirkt sich negativ aus. Kaum ein Vorfall landet vor Gericht – seit 2010 wird im Schnitt in nur 1,97% der Gewaltdelikte überhaupt verhandelt. Die Folge: In Deutschland muss kaum ein prügelnder Polizist einen Richter fürchten. Deutschland hat ein strukturelles Problem mit rechtswidriger Polizeigewalt. 

Fahrzeuge aus dem Fuhrpark der Berliner Polizei | rbb
Fahrzeuge aus dem Fuhrpark der Berliner Polizei

Polizeibeamte haben einen harten Job und natürlich gehört Gewaltanwendung dazu. Doch es gibt strenge Regeln und die gesetzeskonforme Anwendung von Gewalt ist Teil der Aus- und Weiterbildung. Werden aber die Regeln gebrochen, kümmert sich keine unabhängige Instanz um die Ahndung. Für die Opfer ist das oft verhängnisvoll. Sie müssen nicht nur den Übergriff verkraften, der nicht selten zu dauerhaften gesundheitlichen Problemen führt, sondern erleben, dass ihr Kampf um Gerechtigkeit aussichtslos ist.

Dennoch hält man in Deutschland unabhängige Ermittlungsstellen – wie es sie in zahlreichen europäischen Nachbarländern gibt - für unnötig. Selbst ein relativ schwaches Instrument, ein Polizeibeauftragter, der analog zum Wehrbeauftragten agieren könnte, wird seit Jahren abgelehnt. Die Gewerkschaft der Polizei zum Beispiel leugnet das Problem einfach. Für sie gibt es gar keine illegale Polizeigewalt. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Film von Marcus Weller

Erstausstrahlung am 29.07.2019/Im ERSTEN/rbb

Saibling wird filetiert (Bild: picture alliance / dpa)
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Frischer Saibling aus dem Berchtesgadener Land - Land und Lecker im Advent (Folge 4/4)

„Land und Lecker“ im Advent ist in diesem Winter von den Alpen bis an die Havel unterwegs – eine außergewöhnliche Genussreise durch Deutschland. Vier Landfrauen aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Brandenburg und Bayern laden über vier Folgen zu sich ein und kochen ein vorweihnachtliches Menü.

Rinderrouladen im Topf (Bild: imago images / Westend61)
imago images / Westend61

Klassische Rinderrouladen aus dem Löwenberger Land - Land und Lecker im Advent (Folge 3/4)

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Brigitte Müllerleile vom Kasperhof
WDR Kommunikation/Redaktion Bild

Kräuter-Rehbäckchen aus dem Schwarzwald - Land und Lecker im Advent (Folge 2/4)

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Rabin und Arafat geben sich nach der Unterzeichnung des Oslo II-Abkommens im weißen Haus (1995) die Hände. | rbb/OHAYON AVI
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Friedensgespräche - Die Oslo Tagebücher

Vor 25 Jahren, am 10. Dezember 1994, erhielten Israels Ministerpräsident Rabin, sein Außenminister Peres und PLO-Chef Arafat in Oslo den Friedensnobelpreis für ihre Bemühungen um den israelisch-palästinensischen Friedensprozess. In Oslo hatte man sich in geheimen israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen angenähert. Frieden schien möglich. Der Film erzählt wie es dazu kam.

Bau eines "parasitären Hauses" in Bernau (Bild: rbb)
rbb/Kobalt

Astrid Frohloff sucht Ideen für bezahlbares Wohnen - Besser geht immer

Wie können wir uns Wohnen noch leisten? In ihrer Reportage-Reihe "Besser geht immer‘" sucht Astrid Frohloff nach neuen Ideen für ein bezahlbares Zuhause. Und findet sie: Auf dem Wasser, über und unter der Stadt. An den erstaunlichsten Orten in Europa und überraschenderweise auch direkt vor unserer Haustür.