Anne Frank (Mala Emde li.) und Otto Frank (Götz Schubert) (Quelle: HR/AVE/Janett Kartelmeyer)
Anne Frank (Mala Emde li.) und Otto Frank (Götz Schubert) | Bild: HR/AVE/Janett Kartelmeyer

- Meine Tochter Anne Frank

Das Doku‑Drama erzählt die kurze Lebensgeschichte der Anne Frank bildgewaltig, emotional und authentisch. Es ist die erste deutsche Verfilmung.

Anne Frank - der Name steht für Lebensmut und Zuversicht in hoffnungsloser Zeit. Millionen Menschen weltweit kennen ihr Tagebuch, sie schrieb es im Versteck vor den Nazis. Der Film folgt Annes Schicksal von der glücklichen Kindheit über das Versteck im Hinterhaus in Amsterdam bis zu ihrem Tod im Konzentrationslager Bergen Belsen.

Er stellt die Beziehung von Vater und Tochter in den Mittelpunkt. Otto Frank hat als Einziger den Verrat an den Hinterhausbewohnern überlebt. Heimgekehrt aus dem Vernichtungslager Auschwitz hält er das Tagebuch seiner toten Tochter in der Hand. Er lernt die geheimsten Gedanken und Sehnsüchte seiner Jüngsten kennen, ihre Träume von Freiheit, Liebe und Sexualität. Ihre Texte stürzen ihn in tiefe Trauer. Aber sie entfalten auch eine ungewöhnliche Kraft und schenken ihm unerwartet wieder Lebensmut. In Otto Franks Erinnerung ersteht mit Annes Hilfe das Leben der versteckten Menschen im Hinterhaus neu.

Otto Frank erfährt von der ersten großen Liebe seiner Tochter, aber auch von ihrer Verzweiflung, die Mutter nicht so lieben zu können wie ihn, den Vater. Er bekommt eine Ahnung davon, wie quälend es für sie gewesen sein muss, ihr Zimmer mit einem alternden Zahnarzt teilen zu müssen. Und dass sie mit dem Jungen Peter van Pels auf dem Dachboden heimlich Küsse tauschte.

Mit welcher Genauigkeit und scharfem Witz Anne ihre Mitbewohner und deren Beziehungen beschreibt, ist in dem Doku Drama in eindrucksvolle Spielszenen übersetzt. Immer halten sie sich eng an die Vorlage des Tagebuchs. Interviews mit den wenigen noch lebenden Menschen, die Anne kannten, mit ihr zur Schule gingen oder ihr noch im Todeslager begegneten, holen die Spielhandlung immer wieder zurück in die Realität.

Personen und Darsteller: Anne Frank (Mala Emde), Otto Frank (Götz Schubert), Journalist Jules Huf (Axel Milberg), Peter van Pels (Lion Wasczyk), Karl Silberbauer (Felix Römer), Edith Frank (Bettina Scheuritzel), Margot Frank (Rosalie Ernst), Auguste van Pels (Hannah Schröder), Hermann van Pels (André Hennicke), Fritz Pfeffer (Harald Schrott)

Musik: Hans P. Ströer

Kamera: Philipp Kirsamer

Buch: Hannah und Raymond Ley

Regie: Raymond Ley

Doku-Drama von Hannah und Raymond Ley

(Erstsendung: 18.02.15/ARD 1.)