Wenn es um technischen Fortschritt ging, blieb die DDR bis zum Ende ihrer Existenz auf schwarze Geschäfte mit Mittelsmännern und Firmen im Westen angewiesen (Bild: rbb/Heimatfilm/Hans Sparschuh)
rbb/Heimatfilm/Hans Sparschuh
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Honeckers Technologieschmuggler - Schwarze Geschäfte

Wenn es um technischen Fortschritt ging, blieb die DDR bis zum Ende ihrer Existenz auf schwarze Geschäfte mit Mittelsmännern und Firmen im Westen angewiesen, der gesamte Ostblock war über Jahrzehnte mit Sanktionen belegt.

Wenn es um technischen Fortschritt ging, blieb die DDR bis zum Ende ihrer Existenz auf schwarze Geschäfte mit Mittelsmännern und Firmen im Westen angewiesen (Bild: rbb/Heimatfilm/Hans Sparschuh)

Im Laufe der Jahrzehnte waren nahezu die Hälfte der im „Operationsgebiet“ tätigen DDR-Spione mit der Beschaffung wissenschaftlicher und technischer Spitzenprodukte beschäftigt, die die DDR-Volkswirtschaft am Leben hielten. Der SED-Führung ging es in erster Linie um das wirtschaftliche Überleben im Ganzen.

Westliches Know-How wurde aber auch für den Machterhalt im Inneren genutzt. Insbesondere Mielkes Überwachungsimperium wurde mit westlicher Spitzentechnologie hochgerüstet. Für diesen Auftrag schuf das MfS schon 1966 den Bereich “Kommerzielle Koordinierung“, abgekürzt KoKo, ein außenwirtschaftlich agierendes Geflecht von Unternehmen, dem bis zum Ende der DDR mehr als 150 Handelsgesellschaften, Briefkasten- und sonstige Firmen angehörten. Leiter des Imperiums war Alexander Schalck-Golodkowski.

Der spannende Film von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister beschreibt detailliert, wie und mit welchen Mitteln es dem Ministerium für Staatssicherheit gelingen konnte, trotz Sanktionen nahezu 40 Jahre lang Hochtechnologie im Westen zu beschaffen. Eigentlich hätte das Beschaffungsprogramm zur wirtschaftlichen Überlegenheit des Sozialismus über den Westen beitragen sollen; letztlich aber scheiterten alle Bemühungen im Verlauf des Kalten Krieges an der Unfähigkeit der politischen Führung zur Veränderung der ökonomischen Verhältnisse und der selbst geschaffenen Enge des planwirtschaftlichen Korsetts.

Film von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister
Erstausstrahlung 2.12.2018/ rbb

Filmszene: Kapital, zwei junge Männer lesen auf einer Couch, Che Guevara-Poster an der Wand, Quelle: rbb

Die 60er Jahre in Berlin - Mauerkinder

Die 60er Jahre in Berlin sind Mauerbau und Studentenrevolte, Beatmusik und Singebewegung, Minirock und Lange Haare, freie Liebe und Drogen. Ein wildes Jahrzehnt im Schatten des Kalten Kriegs. Berliner aus Ost und West, die damals Kinder und Jugendliche waren, erzählen, was sie trotz trennender Mauer verband, wie politische Ereignisse sie prägten und wie sie ihren Weg fanden in eine neue Zeit.

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Fluchthelfer im Kalten Krieg - Mit dem Cadillac durch die Mauer

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Die Autoren Anja Widell und Constantin Stüve studieren den ehemaligen Mauerverlauf; Quelle: rbb
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Judith und Frederik, Gründer des bio-veganen Genossenschaftprojekts (Bild: rbb)
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Wie Judith und Frederik ihr Feld bestellen - Ohne Mist!

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