Striche ziehen; 1989 West-Berliner Mauerseite, Quelle: rbb/MDR/realistfilm

Subkultur und Diktatur - Striche ziehen

Ein Film, der von der Spannung zwischen Subkultur und Diktatur erzählt. Ex-DDR, Punkmusik, Mauer, Verrat, Knast und Ausreise in den Westen - Vergnügt, lärmend und wütend nehmen sich die Protagonisten Freiheiten heraus, die scheinbar undenkbar waren.

1986. Auf der Ost-Seite ist die Mauer weiß, auf West-Berliner Seite bunt bemalt. Fünf Freunden ist dieser Souvenirstatus suspekt - sie, ehemals DDR-Bürger, wollen der westlichen Mauer-Kuscheligkeit einen Strich durch die Rechnung machen: Eine Kunstaktion, die mit einer folgenschweren Verhaftung enden sollte...

Die Vorgeschichte spielt in der Weimarer Punkszene der 1980er Jahre, wo kleine anarchische Freiräume gegen den staatlichen Normalismus verteidigt wurden: "Macht aus dem Staat Gurkensalat!"

Mehr als dreißig Jahre später zeigt sich: es gab eine undichte Stelle. Verrat steht im Raum. Die Motive hierfür bleiben unklar. Die Folgen indessen ziehen ihren perfiden Strich bis ins Heute.

Zerwürfnisse, Ärger, Unverständnis. Nichts, was sich heute davon noch auflösen ließe. Freundschaften zerbrechen im Nachhinein. Es ist kein Strich unter die DDR zu ziehen.

In Gerd Kroskes Film gibt es zwar eine Verständigung, doch keine, die sich in Wohlgefallen auflöst. Ein Film, der seine Auseinandersetzung offensiv führt und seinen Blick darauf als andauernden Balanceakt sieht.

Film von Gerd Kroske

Erstausstrahlung am 17.06.2018/rbb

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