Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen (Bild: rbb/Ralf Donat)
rbb/Ralf Donat
Bild: rbb/Ralf Donat

Naturwunder nach der Kohle - Verbotene Wildnis

Auf alten Tagebaukippen der Lausitz leben Tiere und Pflanzen, die woanders längst verschwunden sind. Doch diese unberührte Natur ist nun erneut von Zerstörung bedroht. Riesige Gebiete sind gesperrt, Schilder verbieten das Betreten. Der Boden muss aufwändig verdichtet werden. Ist die neue Wildnis nach der Kohle in Gefahr, wieder zu verschwinden?

Einst vom Tagebau geschunden, findet sich heute auf dem ehemaligen Braunkohleabbaugebiet der Lausitz eine der spektakulärsten Landschaften Deutschlands. Der Film "Verbotene Wildnis - Naturwunder nach der Kohle" von Heiderose Häsler und Wolfgang Albus zeigt, dass aus früheren Stätten der Kohle- und Energiewirtschaft wahre Naturwunder entstanden sind.  Doch diese einzigartige Wildnis ist nun erneut von Zerstörung bedroht.

Einzigartiges Elixier

Auf ehemaligen Flächen des Lausitzer Reviers sind mehrere Hektar große Naturschutzgebiete wie Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen oder das Naturparadies Gründhaus entstanden. Sie beherbergen weitläufige Seenlandschaften und bieten unberührter Natur Raum. Hier leben Tiere und Pflanzen, die woanders längst verschwunden sind: Sandohrwurm und Kreiselwespe, Uferschwalben und der schöne Wiedehopf. Auch Wolf und Seeadler sind eingezogen in diese ungestörte bizarre Welt aus übriggebliebenen Abraumkippen und wüstenartigen Binnendünen. Das Mosaik verschiedenster Lebensformen und Naturentwicklungsstufen ist einmalig in Europa.

Gefahr droht

Doch nun werden rieisige Gebiete von ihrer Kohlevergangenheit eingeholt, unterirdische Hohlräume sind gefährlich, Schilder verbieten bereits das Betreten. Es kommt immer wieder zu plötzlichen Erdrutschen, die tödlich enden können. Deshalb soll der Boden aufwändig verdichtet werden. Doch was wird dann aus den unberührten Tagebau-Landschaften? ist die neue Wildnis nach der Kohle in Gefahr, wieder zu verschwinden?

Ein Film von Heiderose Häsler und Wolfgang Albus
Erstausstrahlung 14.08.2018/rbb