Jürgen und Heiko Lekutat ahmen Rocky Balboa nach (Bild: rbb)
Bild: rbb/Veronika Kaserer

- Überall, wo wir sind

Heiko Lekutat ist Ende zwanzig und ein lebensfroher Tanzlehrer aus Berlin. Seit sieben Jahren kämpft er mit einer tödlichen Krankheit. Als sich die Familie und seine Freunde fast daran gewöhnt haben, dass Heiko allen Prognosen zum Trotz einfach weiterlebt, kommt er zum Sterben nach Hause. Aber auch jetzt geben Heiko und vor allem sein Vater Jürgen Lekutat die Hoffnung auf ein Wunder nicht auf.

Heiko Lekutat gibt Tanzunterricht (Bild: rbb)

Wie umgehen, wenn ein Mitglied der Familie tödlich erkrankt ist? Heikos Mutter Karin will ihn auf den Tod vorbereiten und ihm von ihrer Nahtoderfahrung erzählen. Aber sie findet nicht den passenden Moment. Denn Tag und Nacht drängen sich viele liebende Menschen um Heikos Bett, um die letzten Wochen in seiner Nähe zu verbringen, gemeinsam zu weinen - und vor allem auch herzhaft zu lachen.

Dr. Christine Klühs teilt Heiko Leukat die Diagnose mit (Bild: rbb)

Heikos Schwester fühlt sich zunächst von ihm unbeachtet, stürzt sich auf Organisatorisches und findet letztlich seine besondere Nähe, während sein analytisch denkender bester Freund in Heikos Tod im buddhistischen Sinne „so etwas Ähnliches wie ein Geschenk“ zu sehen beginnt. Die Formen des Umgangs mit dem Verlust und der Trauer sind so unterschiedlich wie die Betroffenen selbst.

Heiko Lekutats letzter Gruß (Bild: rbb)

Dokumentarfilm wurde auf der Berlinale 2018 mit dem Kompass-Perspektive Preis ausgezeichnet: "Veronika Kaserer hat einen Film über Trauer gemacht, auch um uns daran zu erinnern, wie lebenswert das Leben ist. Mit erstaunlicher Nähe, unkonventioneller Montage und vielen überraschenden Momenten erzählt sie von den letzten Wochen des 29-jährigen Berliner Tanzlehrers Heiko und vor allem von seiner wunderbaren, großherzigen Familie." (Jurybegründung Perspektive-Preis)  

Dokumentarfilm von Veronika Kaserer

Erstausstrahlung: 01.12.2019/rbb

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