Umzug in drei Akten - Zweiter Tenor Rolando Villazon, Foto: rbb
Tenor Rolando Villazónauf der Bühne | Bild: rbb Presse & Information

Eine Baustellen-Oper - Umzug in drei Akten

Am 3. Oktober wird die Staatsoper Unter den Linden feierlich wiedereröffnet - im alten Opernhaus, nach sieben Jahren Sanierung. Der Film begleitet Bühnenreiniger und Startenor, Inspizient und Dirigent an diesem besonderen Ort.

Ein Film über den Zauber der Musik, das Lebenselixier Kunst, über Menschen in der Oper. Über eine Baustelle, mit der sich Hoffnungen und Sehnsüchte verbinden.

"Die Seele bleibt" Tenor Rolando Villazón

Der Tenor Rolando Villazón stapft - mit einem Bauhelm auf dem Kopf  - lachend über die Noch-Baustelle der Staatsoper Unter den Linden. Er betritt den Bühnenraum, schmettert eine erste Arie und testet auf diese Weise den Klang im frisch sanierten Gebäude. "Ich laufe hier immer vorbei und denke wann, wann, wann, wird hier endlich eröffnet!"

"... wann, wann, wann, wird hier endlich eröffnet!"

Umzug in drei Akten - Die Staatsoper von außen, Foto: rbb
Die Staatsoper

Am 3. Oktober 2017 wird es so weit sein - nach sieben Jahren Sanierungszeit. Das Opernhaus wurde entkernt bis auf die Mauern. Weitergespielt wurde im Schillertheater. Nach drei Jahren sollte das Haus in neuem Glanz erstrahlen - doch alles verzögerte sich. "Wenn das Schillertheater nicht gewesen wäre, hätten wir in Südamerika, im Dschungel eine Oper eröffnet", erklärt Intendant Jürgen Flimm.

In der traditionsreichen Geschichte des Hauses ist die Sanierungszeit sicherlich nur ein Wimpernschlag, für die Opernfamilie war es eine lange Leidenszeit. Über all die Jahre hinweg hat Regisseurin Anne Osterloh die Oper und vor allem die Menschen, die dort arbeiten, begleitet. Und manche von ihnen kehren zur Wiedereröffnung nicht mehr zurück, sind in Rente oder bereits gestorben.

Umzug in drei Akten - Dirigent Daniel Barenboim, Foto: rbb
Daniel Barenboim

2010, vor dem Auszug, fiel einigen der Abschied von dem legendären Haus schwer. Musiker, Ankleiderin, Schneiderin, Bühnenreiniger und all die anderen liebten den alten, "abgewohnten und abgearbeiteten" Bau. Die Arbeit an der Oper war hier weit mehr als ein Beruf: Leidenschaft, Leben, Heimat.

Auch davon erzählt "Umzug in drei Akten". Ein Film über den Zauber der Musik, das Lebenselixier Kunst, Menschen an der Oper, eine 275-jährige Tradition und den neusten Eisernen Vorhang, über Villazón und den Wischmop auf der Bühne. Über eine Baustelle, mit der sich Hoffnungen und Sehnsüchte verbinden. Es ist eine Hommage an die schönen Künste.

Film von Anne Osterloh

Erstaufführung 01.10.2017/rbb

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