Maueröffnung Berlin 1989 (Quelle: dpa)
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Berlin am 9. November '89 - Wahnsinn, plötzlich ist die Mauer weg

Der Film erzählt, wie Menschen am 9. November den Tag und die Nacht in Berlin erlebten.

Ein normaler Tag dieses ungewöhnlichen Herbstes, der denkwürdig endet. Am nächsten Morgen ist klar: Die Mauer war ein Fundament der DDR, als sie fällt, zerbricht der Staat.

Marco Polensky verweigern die Behörden am Morgen des 9. November 1989 den Besuch in Ostberlin. In der gleichen Nacht schließt er seinen kleinen Sohn in die Arme, den er bei seiner Ausreise aus der DDR zurücklassen musste.

Margot Woyda und ihre Familie stehen den ganzen Tag in ihrer kleinen Drogerie in Prenzlauer Berg und wollen abends nur mal schauen, "was dran ist" an den "Gerüchten". Unverhofft sind sie die Ersten, die in den Westen dürfen.

Die Erzieherin Monika Langenhans aus Marzahn hat Angst, dass die Westberliner die Ostberliner hassen. Sie weint vor Glück, als eine fremde Frau sie umarmt, nachdem sie an der Bornholmer Straße die Grenze überschreitet.

Erinnerungen an jene Nacht vom Donnerstag zum Freitag: Grenzenloser Freiheitsdrang, die Wahnsinnslust auf alles Neue und gleichzeitig die Angst, es könnte nach ein paar Stunden wieder vorbei sein.

Doch nicht die Politik bestimmte den Verlauf des 9. November, sondern die Menschen. Georgia Tornow erinnert sich, dass sie am nächsten Morgen Muskelkater im Gesicht hatte, weil sie nicht aufhören konnte zu lächeln.

Film von Dagmar Wittmers

Erstsendung: 07.11.09/rbb