Das Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe (LEAG), fotografiert am Abend mit Langzeitbelichtung. (Quelle: dpa/Andreas Franke)
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Abschied vom Lausitzer Revier - Zukunft ohne Kohle

Die Dokumentation versucht, einen Bogen von den immer noch wirkenden Brüchen der Vergangenheit in eine mögliche Zukunft der Lausitz ohne Kohle zu schlagen, fragt auch, wie sicher die Stromversorgung in einem Deutschland ohne fossile Energieträger sein kann und stellt Lausitzer vor, für die der Strukturwandel nicht bevorsteht sondern längst begonnen hat.

Vor einem Abraumbagger des Tagebaus Jänschwalde im Lausitzer Braunkohlerevier stehen Beschäftigte sowohl des Kraftwerkes Jänschwalde, als auch des Tagebaus Jänschwalde, um ihren Protest gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Cottbus, das der Lausitzer Braunkohle AG (Laubag) die Abbaggerung eines Waldstücks bei Horno untersagte, zum Ausdruck zu bringen. Ein Hornoer Waldbesitzer hatte gegen die Inanspruchnahme seines Grundstücks geklagt und Recht bekommen. Der sorbische Ort Horno liegt im Abbaugebiet des Tagebaus Jänschwalde und kämpft seit 20 Jahren gegen die Vernichtung des Dorfes durch die Bagger. 4.000 Arbeitsplätze stehen nun auf dem Spiel, wenn die Bergleute arbeitslos sind - mit Konsequenzen auch für das Kraftwerk Jänschwalde (Quelle: dpa/Nestor Bachmann)

"Zukunft ohne Kohle - Abschied vom Lausitzer Revier" erzählt von gebrochenen Biografien und fehlender Wertschätzung, von Umweltfrevel und Gründergeist, von Heimatverlust und Kampf, von Tatkraft und Resignation. Braunkohle ist Fluch und Segen für die Lausitz, der Bodenschatz hat vor hundertfünfzig Jahren für einen Boom mit enormem Zuzug aus aller Herren Länder, für Wohlstand und zugleich unglaubliche Ausbeutung von Natur gesorgt.

Nach der Wende verloren über 70.000 Menschen in kürzester Zeit ihren Arbeitsplatz, der Mensch spielte in der sich ordnenden Marktwirtschaft kaum eine Rolle. Ein Drittel der Lausitzer kehrten ihrer Heimat den Rücken. Droht ein solcher Schock nun nach dem bevorstehenden Ende auch für die verbliebenen Kohlegruben nochmals? 24.000 Arbeitsplätze hängen an der Lausitzer Braunkohle (8000 direkte etwa 16.000 bei Dienstleistern und Zulieferern) - und eine sichere Stromversorgung.

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