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Reiseschriftsteller Friedrich Nicolai, nachgestellt (Quelle: rbb)
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Reiseführer als Spiegel des Zeitgeistes

Seit über 300 Jahren planen Menschen ihren Urlaub mit Reiseführern. Wer darin schmökert, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Reiseführer sind ein Spiegel ihrer Zeit. Moderator Urs Rechn sucht in dem regionalhistorischen Magazin "Erlebnis Geschichte" nach den Sehenswürdigkeiten vergangener Zeiten.

Dunkle Ecken und Winkel (Quelle: rbb)
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Die etwas anderen Reiseführer

Seitdem es Reiseliteratur gibt, existieren auch  recht seltsame Exemplare, die zu leicht anrüchigen oder aber auch mystischen Orten führen wollten.  Dunkle Ecken und Winkel, Gefängniszellen oder Schlaf- und Todesorte von Revoluzzern - all das wollten und wollen Menschen sehen, wenn es ihnen angeboten wird.

Der ehemalige Reiseleiter Wolfgang Klare, heute 62 Jahre alt. (Quelle: von Gaertringen))
von Gaertringen

Das ABC des DDR-Reiseleiters

In der DDR nannten sich die Reiseführer "Stadtbilderklärer" oder "Reiseleiter". Das Wort Führer war tabu, es galt als Unwort. Die Reiseleiter hatten die Aufgabe, die Vorzüge des Landes zu anzupreisen, sowohl in sozialer Hinsicht als auch restaurierte Bauwerke und Denkmäler.

 

Frau schaut auf einen See (Quelle: rbb)
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Berliner liebten ihren "Grieben"

Das Jahr 1900 bringt den Durchbruch im Tourismus, denn Reiseführer machen neugierig auf Ausflugsziele. Und der Ausbau des Eisenbahnnetzes sorgt für einen regelrechten Reise-Boom. Zwischen 1840 und 1910 wuchs die Streckenlänge in Deutschland von 500 Kilometer auf 63 000 Kilometer an.

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Ruinen Berlin (Quelle: rbb)
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Ruinentourismus anno 1945

Kurz nach Ende des 2. Weltkriegs, als die Berliner inmitten von Trümmern ums nackte Überleben kämpften, beobachten amerikanische GIs deren Alltag. Eine morbide Faszination von Elend und Zerstörung.

Buch: Anders Reisen Berlin (Quelle: rbb)
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Berlin für Alternative

1978 wurde in Westberlin die Zitty geboren - als alternatives Stadtmagazin. Mit ihr veränderte sich der Blick auf die Stadt, und das hatte auch Auswirkungen auf die Reiseführer-Landschaft.  

Reiseschriftsteller Friedrich Nicolai, nachgestellt (Quelle: rbb)
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Der Reiseschriftsteller Friedrich Nicolai

Hundert Jahre bevor sich Theodor Fontane zu seinen berühmten Wanderungen durch die Mark Brandenburg aufmachte, war er schon beschreibend und kommentierend unterwegs: Friedrich Nicolai, seinerzeit bedeutender Verleger und "Literaturpapst".

Quelle: rbb
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Das erste Reisebüro

Carl Stangen träumte schon als Junge von der Entdeckung fremder Welten. Er verschlingt die Schriften von Alexander von Humboldt und schreibt selber bereits Reisenovellen. Ab 1860 wagt er sich als einer der ersten in Gegenden, wo es bis dahin fast keinen Fremdenverkehr gab.

Beiträge und Hintergründe zu "Der Dreißigjährige Krieg - vergessenes Grauen vor der Haustür" vom 29.05.2018

Schlachtfeldarchäologie (Quelle: rbb)
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Sensationsfund bei Wittstock

Er war einer von 125 Toten, die vor knapp 400 Jahren in Reih und Glied bestattet worden waren: ein 20 jähriger schottischer Söldner. Durch den Gräberfund und die kriminalistische Arbeit der Wissenschaftler hat die Schlacht bei Wittstock ein Gesicht bekommen.

Sturm auf Frankfurt Oder (Quelle: rbb)
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Sturm auf Frankfurt

Der Schicksalstag für die Stadt Frankfurt(Oder) war im Dreißigjährigen Krieg der 3. April 1631. An diesem Palmsonntag wurde die reiche Hanse- und Universitätsstadt nahezu ausgelöscht.

Postreiter (Quelle: rbb)
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Die Postboten – Überbringer wichtigster Botschaften

Die von ihnen übermittelten Nachrichten haben über Leben oder Tod entschieden, über Sieg oder Niederlage, über Krieg oder Frieden. Jeder Tag war entscheidend. Aber die Postboten hatten es im Chaos des Dreißigjährigen Krieges nicht immer geschafft.

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Gif zu den Spießern (Quelle: rbb)
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Echt ma jetze?

Alter Schwede! Was für Redensarten in unserem täglichen Sprachgebrauch! Viele von ihnen haben ihren Ursprung im Kriegsgetümmel des Dreißigjährigen Krieges.

Soldatenfrau (Quelle: rbb)
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Die Frau des Rittmeisters

Über das Schicksal von Soldatenfrauen im Dreißigjährigen Krieg war bislang wenig bekannt. Sie zogen mit dem riesigen Tross der Heere mit, gemeinsam mit allen anderen: Pferdeknechte, Huren, Handwerker, Bettler und Kinder. Eine Leichenpredigt, ist eines der wenigen Dokumente, die über ein Frauenschicksal im Tross erzählt.

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rbb/Thomas Lütz

Hintergrund - Berlin im Dreißigjährigen Krieg

Eigentlich spielten sich die großen Schlachten des Dreißigjährigen Krieges an anderer Stelle ab. Doch Hunger, Elend und Gewalt machten in dieser kriegerischen Zeit auch vor Berlin nicht Halt.

Beiträge und Hintergründe zu Eberswalde - Wo unsere Industrie begann

Ingenieur mit Konstruktionsplan eines Hafenkrans
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Echt ma jetzte?

Hätten Sie es gewusst? Eberswalde ist eine Erfinderhochburg! Hier fünf wirklich wichtige Erfindungen aus Eberswalde.

Mann arbeitet im Hammerwerk (Quelle: rbb)
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Der Dampfmaschinenkrimi - ein großer Spionagefall

Carl Friedrich Bückling, Kaufmannssohn aus Neuruppin, soll in England die Funktionsweise der sogenannten "Feuermaschine" ausspionieren. Bücklings Auftraggeber ist der König von Preußen.

Vorschaubild 360° (Quelle: rbb)
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Behind the Scenes - Erlebnis Geschichte in 360°

Seien Sie beim Dreh von Erlebnis Geschichte dabei! Schauen Sie sich mit Ihrem Handy um oder ziehen Sie das Bild mit der Maus! Erleben Sie die Dreharbeiten mit und ohne Drohne und die alten Industrieanlagen in Eberswalde in 360°.

Die alte Papierfabrik Wolfswinkel in Eberswalde Quelle: Fred Pilarski
Fred Pilarski

Die Papierfabrik – erlesene Bögen auch für die Queen

Die preußische Staatsbank und sogar die Queen haben dort ihr Papier geordert. In der NS-Zeit wurde Falschgeld in der Fabrik produziert. Zu DDR-Zeiten bestellte auch die Partei- und Staatsführung das erlesene Büttenpapier. Seit 1994 verfallen die Gebäude am Finowkanal.  

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Carl Blechen "Walzwerk in Eberswalde" (1830) Quelle:SMD-digital, Foto: Jörg P. Anders
SMD-digital, Foto: Jörg P. Anders

Industriemalerei – Schufterei in Fabriken auf Gemälden

Das erste Motiv für die Darstellung schwerer Arbeit in der Zeit der Industrialisierung überhaupt, war die Eisenspalterei im Walzwerk Eberswalde. In dem Gemälde von Carl Blechen ist die Fabrik 1830 noch umgeben von intakter Natur. Es wirkt eher romantisch. Mehr und mehr aber setzte sich der nüchterne Blick auf die Schwerstarbeit durch.

Messingwerkviertel (Quelle: rbb)
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Das Messingwerk-Viertel – Wohnkomfort für Arbeiter

Bis heute ist diese Wohnsiedlung in Eberswalde beliebt. Einst bot sie den Arbeiter*innen weit mehr Komfort, als es allgemein üblich war für die Bevölkerung. Erlebnis Geschichte trifft drei Zeitzeugen, die sich an den guten Zusammenhalt in der Siedlung erinnern.

Walzwerk Oranienburg (Quelle: rbb)
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Walzwerk Oranienburg

Vor genau 25 Jahren wurde es dicht gemacht! Und vor 22 sogar abgerissen - das Kaltwalzwerk Oranienburg. Obwohl es zu den modernsten Werken dieser Art zählte. Jetzt steht dort ein Supermarkt.

Beiträge und Hintergründe zu "Das Jahr 1918 - Der Krieg war noch nicht vorbei"

Gustav Noske war der erste deutsche Militär-Minister der SPD.
rbb

Militärminister Noske - Schurke oder Held?

Gustav Noske war der erste sozialdemokratische Minister mit der Zuständigkeit für das Militär. DDR-Historiker sahen in ihm einen Arbeiterschlächter, westdeutsche Historiker ignorierten sein Wirken lange. Der irische Historiker Mark Jones erkennt im Umgang mit Noske große Unterschiede.

Auf Schloss Amerongen dankte der letzte deutsche Kaiser ab.
rbb/ Lembke

Kaiser im Exil

Als Kanzler Max von Baden nach Beginn der Novemberrevolution am 9. November 1918 die Abdankung des Kaisers verkündete, soll dieser schwer getobt haben. Aber er war längst außer Landes.  

Ein Junge salutiert vor dem Spiegel (Quelle: rbb)
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Krieg im Kinderzimmer

Vor hundert Jahren erlebte der Militarismus im Kinderzimmer gerade wärhend des ersten Weltkrieges eine Hochphase, die politisch gewollt und kommerziell äußerst erfolgreich war. Bis heute ist das ein brisantes Thema.

 

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Versuch zurück ins Leben.

Gebrochen an Leib und Seele

Mit dem Waffenstillstand am 11. November 1918 begann die Rückkehr von rund sechs Millionen deutschen Soldaten in ihre Heimat. Darunter mehr als zwei Millionen dauerhaft Kriegsversehrte und Krüppel.

Kriegsmunition wurde zum Objekt von Wissenschaftlern und Technikern.

Feuer aus allen Rohren

Im Kummersdorfer Forst wurde auf über 3000 Hektar fast alles getestet, was deutsche Soldaten im Krieg benötigten, vor allem Kanonen. Die zweite Schießbahn wurde 1916 in den Wald hinein geschnitten, weil so viel zu tun war.

Der Forster Carl Richard Linke heuerte auf einem Kriegsschiff an.
rbb/Stadtarchiv Forst

Revolutionsheld aus der Lausitz

Carl Richard Linke stammte aus Forst/Lausitz. Als junger Mann heuert er als Matrose auf der "Helgoland" an und erlebt die revolutionären Anfänge bei der Marine, deren Revolte in der Revolution mündet.