Sturm auf Frankfurt Oder (Quelle: rbb)
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- Sturm auf Frankfurt

Der Schicksalstag für die Stadt Frankfurt(Oder) war im Dreißigjährigen Krieg der 3. April 1631. An diesem Palmsonntag wurde die reiche Hanse- und Universitätsstadt nahezu ausgelöscht.

Im Jahr 1626 besetzte der Feldherr Wallenstein Frankfurt mit seinen kaiserlich-katholischen Truppen. 9000 Söldner gehörten zum Heer. Jährlich musste die Stadt eine riesige Summe dafür bezahlen.

Fünf Jahre später zog die Schwedische Armee auf die Festung Frankfurt zu, den wichtigsten Stützpunkt der Kaiserlichen an der Oder. Mit einem Trick wollten die Besatzer den Sturm der Schweden verhindern. Doch es war eine Fehlentscheidung: Die Angreifer überrannten Frankfurt.

Sturm auf Frankfurt Oder (Quelle: rbb)
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In den engen Gassen der Oderstadt tobten die Kämpfe. Berichte über diesen Tag sprechen von Blut, das knöchelhoch durch die engen Gassen floss. Die Stadt brannte, es wurde geplündert und zerstört. Gerademal jeder 6. Frankfurter überlebte diesen Tag. Es sollte 100 Jahre dauern, bis sich die Stadt von den Kriegsfolgen erholt hatte.

Ein Beitrag von Michel Lietz

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