Fahrer Reinhard Rogge; Quelle: rbb/Thomas Ernst
rbb/Thomas Ernst
Reinhard Rogge im Robur | Bild: rbb/Thomas Ernst

Los ging's am Brandenburger Tor - Expedition Baikal startet

Die Expedition Baikal hat ein Ziel: mit dem alten, blauen Robur-Bus von Berlin nach Sibirien fahren - bis an den Baikalsee. Es geht darum, Menschen kennenzulernen, ihre Geschichten einzufangen und in die Weiten Russlands einzutauchen.

Dienstag, 17. Juli, es ist 9 Uhr morgens. Am Pariser Platz stehen Touristen mit Selfie-Sticks, Fotografinnen mit Kameras und Filmteams - mit noch mehr Kameras. Vor dem Brandenburger Tor liegen ein paar Absperrgitter, die Reste der Fan-Meile.

Dann rollt aus der Ferne ein blauer Robur-Bus an und dreht leise gluckernd Runden um den Platz - die Kameras von Fernsehen und Zeitung drehen mit. Es ist der Start der Expedition Baikal: Vor dem alten Bus und dem rbb-Filmteam liegt eine Reise von über 7.000 Kilometern, die am Brandenburger Tor beginnt und bis an den Baikalsee nach Sibirien führt.

Wo sich Sandmännchen und Robur gute Nacht sagen…

Rund drei Monate lang ist das Filmteam um die Autoren Johannes Unger, Christian Klemke und Lutz Pehnert unterwegs.

Es ist nicht ihre erste gemeinsame Reise: vor gut vier Jahren drehten sie das Roadmovie "fernOst - von Berlin nach Tokio" zusammen und durchquerten dafür Asien. Auch damals schon war das Sandmännchen mit dabei: "Das Sandmännchen ist unser Talisman. Die Fotos von seinen Erlebnissen auf Reisen sind bei den Zuschauern sehr beliebt. Es darf einfach nicht fehlen", erzählt Johannes Unger einer Journalistin des Berliner Kuriers.

… oder Wodka trinken

Ob das Sandmännchen in Russland auch mal Wodka trinken dürfe, fragt die Journalistin.  Vielleicht ja, sagt Johannes Unger: "Unser Sandmännchen ist schließlich volljährig und darf alles." Die Journalistin nickt.

Tschüssi Berlin, privet Russland

Als der Pressetermin vorbei ist, fährt das Drehteam los. Der blaue Bus verschwindet hinter einer Menschentraube am Pariser Platz. Zurück bleiben Familienmitglieder und Freunde - etwas wehmütig in die Ferne blickend. Auch Redakteure und das Produktionsteam des Roadmovies bleiben in Berlin.

Corona Bellin ist eine, die da bleibt. Zumindest physisch. Sie betreut das Projekt zusammen mit Günter Thimm produktionsseitig. Das heißt: "Vorab dem Drehteam die bestmöglichen Bedingungen für die Reise zu organisieren und dabei im vorgesehenen Budget zu bleiben", sagt Corona Bellin.

Aber ein bisschen auf Reise gehen kann man von Berlin aus auch - auf Instagram.

Beitrag von Ariane Böhm, Dokumentation und Zeitgeschehen