Christian Klemke, Foto: Joerg Frank
Christian Klemke | Bild: Joerg Frank

Autor (Teil 1+2) - Christian Klemke

Ein Roadtrip ist für mich...
Da ich privat keine Roadtrips mache, ist ein solcher, beruflicher Roadtrip, für mich Arbeit...

... Aber im Ergebnis sollte es für den Zuschauer vor allem unterhaltsam, vielleicht auch anregend sein. Natürlich ohne, dass er unsere Arbeit darin spürt.

Was machst du auf der Expedition Baikal?
 
Ich bin auf einer Teilstrecke der Film-Expedition als Regisseur dabei - und was ich als solcher mache? Wahrscheinlich hoffen und bangen, dass alles so klappt, wie ich es mir am grünen Tisch ausgedacht und vorgestellt habe. Wir fahren nämlich nicht unvorbereitet. Aber ich weiß auch: Es kommt immer anders als man denkt.
 
Worauf freust du dich am meisten?
 
Ich könnte sagen auf die Begegnung mit Menschen. Aber das ist ja klar. Nein, auf etwas anderes will ich hinaus: Russland ist groß. Wenn man im Flugzeug fliegt, hat man für Entfernungen kein Gespür. So aber, mit dem Auto - genauer mit dem uralten, langsam fahrenden, nach heutigen Maßstäben geradezu schleichenden, himmelblauen Robur-Bus - erfährt man das Gefühl für Weite und Entfernungen viel intensiver. Darauf freue ich mich. Entschleunigung im größten Land der Erde. So gesehen, ist das ganze Projekt schon ein recht abenteuerliches Unterfangen!
 
Was wird dir auf der Reise fehlen?
 
Ich hoffe doch, mir wird’s an nichts fehlen. Oder ist die Frage so gemeint: Was wirst du vergessen einzupacken und mitzunehmen? Bei der letzten Reise hatte ich meine Mütze vergessen. Aber das passiert mir diesmal nicht.
 
Dieses Lied muss in die Roadtrip-Playlist:
 
Ich weiß aus Erfahrung, dass im Robur unser Fahrer Reinhard Rogge die Musik bestimmt. Und im Begleitfahrzeug wird uns unser russischer Freund Sergei Alekseev wieder mit allen sowjetischen Schlagern der 1970er Jahre unterhalten. Das wird hart.