Chinesisches Wandertheater; Quelle: Ingo Aurich
Chinesisches Wandertheater

Reisetagebuch Etappe 7, Teil 2 - Halong-Bucht - Guangzhou (03.-12.02.13)

Es wird nass auf diesem Abschnitt! Wir tauchen ein ins aufregende Weltnaturerbe der Halong-Bucht mit seinen Kalkfelsen und schwimmenden Dörfern. Wir besuchen ein Wassertheater und erleben das Tet-Fest.

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Sonntag, den 03.02.2013 - Vor Arbeitsbeginn ein Wort zur Ehrenrettung der von uns bisher besuchten vietnamesischen Hotels: Die Ratte kann ja nicht wissen, dass sie in einem Hotel herumrennt. Ihr schien es wohl eben nur so schön leer, das große Restaurant, also würde sie auch keinen Menschen stören. Ansonsten sind die Hotels, vor allem das Personal ohne Tadel. das Frühstück war ...OK. Heute ist ein freier Tag, genannt "day off" (wir sind ja modern und gehen mit der Zeit).
In der Halong-Bucht; Quelle: Ingo Aurich
In der Halong-Bucht
Ich habe gemeinsam mit den Damen Tram und Lan in der Halong-Bucht recherchiert. Eine unglaublich schöne Landschaft, ein gottgesegnetes Stück Natur. Wir fuhren mit einem Schnellboot weit hinaus in die Bucht. Leider vergaß ich, dass man sich auf offenen Booten mit Hochgeschwindigkeit lieber eine Jacke mitnehmen sollte. Heute Nachmittag bekamen wir unsere Kleidung von der ortsansässigen Wäscherei zurück. Meine hellen Socken hat man dort fein säuberlich mit rotem Filzstift markiert. Ich bin jetzt L1 an den Füßen. Hoffentlich nicht auch auf Hemd und Hose? Ein recht gutes Abendessen in einem Restaurant an der Strandpromenade beendet unseren day off.
Schwimmende Grundschule in der Halong-Bucht; Quelle: Ingo Aurich
Schwimmende Grundschule in der Halong-Bucht
Montag, den 04.02.2013 - Es regnet. Und wir wollen zur Halong-Bucht, um zu drehen. Dorthin gelangt man nur mit dem Schiff. Tram hat uns einen ganzen Ausflugsdampfer gemietet. Mit diesem Ungetüm legen wir an einer auf dem Wasser schwimmenden kleinen Schule an. Das Wetter hat sich gebessert. Die Kinder finden Gefallen am Kameramann Thomas, weil er für sie so ungewöhnlich groß wirkt. Deshalb nutzen sie ihn als Kletterbaum. Aber Thomas kann auch aus einem Berg Kleinkinder heraus noch drehen. Wir drehen mit der Lehrerin, Fräulein Samt (aus dem Vietnamesischen übersetzt).

Die Kinder lernen hier vermutlich erst rudern und dann laufen. Zirkusreif sind die Fußruderer. Sie sitzen zurückgelehnt in ihren Korbbooten und bewegen die beiden Ruder mit den Füßen.
So kommt man hier zur Schule - zu Fuß!; Quelle: Ingo Aurich
So kommt man hier zur Schule - zu Fuß!
Die Rückfahrt zur Küste beginnt mit einem Mittagessen auf dem Schiff. Ein Tipp: wenn man in Halong wirklich sehr gut essen gehen will, dann ist eigentlich nur der Ausflugsdampfer Wiedervereinigung16 (aus dem Vietnamesischen übersetzt) zu empfehlen. Weiterfahrt nach Hanoi. Man spürt es, langsam geht der konfuse Verkehr auf der Straße unseren Fahrern Ingo und Gregor an die Substanz. Die letzten 40 km bis Hanoi können wir dann auf einer vierspurigen Straße fahren, auf der der Verkehr fast normal läuft. In Hanoi aber ist der gewohnte alte Zustand wiederhergestellt.

Abendessen in einem schon geschlossenen Restaurant. Deshalb ist die Auswahl radikal eingeschränkt. Morgen geht’s weiter Richtung chinesische Grenze.
Am Rande von Hanoi; Quelle: Ingo Aurich
Am Rande von Hanoi
Dienstag, den 05.02.2013 - Es ist wieder warm und schwül geworden. Das sehr gute Hotel in Hanoi werden wir verlassen und zunächst in ein etwas abseits gelegenes Dorf fahren. Dort soll uns eine kleine kulturelle Kostbarkeit erwarten. Bauern des Dorfes spielen Theater. Nicht als Schauspieler, sondern mit Puppen! Im Wasser! Nur für uns... das heißt, für die Kamera natürlich. Es ist eine Freude und ein Vergnügen, dem zuzusehen. Mehr darüber im Film. Vielleicht eines noch: Thomas und Gregor drehen, aber Thomas dreht im Wasser, in einer geliehenen Wathose in vietnamesischer Normalgröße. Soll heißen, sie hat ihm nichts genutzt.

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