Ankunft im Ferghanatal; Quelle: Ingo Aurich
Ferghanatal in Usbekistan

Reisetagebuch Etappe 3, Teil 1 - Samarkand - Kashgar (15.-25.10.12)

Von der „steinernden Stadt“ Samarkand in Usbekistan geht es in diesem Abschnitt bis ins chinesische Kashgar. Von 720 Meter Höhe geht es immer wieder auf und ab bis ins Herz von Asien, auf 1300 Meter Höhe.

Die komplette Streckenplanung musste nun neu vorbereitet werden: Visa, Drehgenehmigungen, Flüge, Übernachtungsmöglichkeiten, Benzinkosten...
Wer durch Asien reisen will, braucht gute Nerven.

Christian Klemke ist Regisseur dieser Etappe, die uns von Usbekistan über Kirgisistan nach China führt. Das Reisetagebuch schreibt Tobias Siebert, Produzent von der BASISberlin.
Bilder-Galerie in Samarkand
Montag, den 15. Oktober - Es hat uns in der Zwischenzeit eigentlich alle so ein bisschen erwischt: Montezumas Rache oder wie man das hier so nennt. Eine usbekische Freundin hatte mich bereits vorgewarnt, Samarkand sei die Hauptstadt der Reisediarrhö.

Taschkent ist mit 2,5 Millionen Einwohnern das unbestrittene Zentrum Usbekistans. Wir kommen durch riesige, heruntergekommene Plattenbausiedlungen. Erster Eindruck: was für eine hässliche Stadt! Doch je weiter wir Richtung Innenstadt kommen, umso schöner wird es. Zweiter Eindruck: Wir freuen uns, an diesem freien Tag diese schöne Stadt zu erkunden.

Eigentlich wollten wir uns gestern Abend noch das Nachtleben der usbekischen Hauptstadt Taschkent ansehen, aber da wir alle etwas angeschlagen sind, gingen wir dann doch lieber früh ins Bett. Wir sind im Hotel Uzbekistan, dem ehemaligen Luxushotel der Stadt aus Sowjetzeiten untergebracht - mitten am zentralen Platz der Stadt und in Sichtweite des Timor Denkmals.

Am Nachmittag unternehmen wir einen Streifzug durch die Innenstadt und entdecken schließlich ein kleines japanisches Restaurant. Nach vielen Tagen Instant-Kaffee finden wir hier endlich das, was uns allen gefehlt hatte: Latte Macchiato mit echtem Espresso und feinsten Milchschaum - ein kleines Stückchen Heimat.

Am Abend kommt unser Autor für die 3. Etappe, Christian Klemke an. Wir freuen uns schon alle auf die gemeinsamen Wochen miteinander.
Sonnenofenprojekt aus den 80ern
Dienstag, den 16. Oktober -
Frisch erholt starten wir in einen neuen Drehtag. Am Vormittag besuchen wir das historische Zentrum Taschkents mit seinen Koranschulen und der großen Moschee. Sie sind aber leider lange nicht so eindrucksvoll, wie die Medresen in Buchara und Samarkand. Kurz entschlossen machen wir uns auf Entdeckungsreise durch die alten Straßenzüge nebenan. Als wir vorsichtig durch den ersten Eingang in den ummauerten Innenhof gucken, werden wir sofort hereingebeten und mit Tee empfangen. Diese ummauerten und dicht bewachsenen Innenhöfe, in denen teilweise sogar Schafe und Ziegen gehalten werden, sind der Lebensmittelpunkt der Familien.

In einem Zentrum für Kunsthandwerk haben wir noch die Möglichkeit, einem Schnitzer über die Schultern zu schauen. Seit etwa 15 Jahren wird überall die alte Kunst wieder entdeckt. In einer kleinen Malerwerkstatt zeigt mir ein älterer Herr begeistert sein Werk: Er hat traditionelle islamische Motive mit Symbolen der Moderne kombiniert – das apple Logo auf einem symbolisierten iphone versteckt sich unauffällig in seinen Bildern.

Der Nachmittag bringt uns zu einem gewaltigen Forschungsprojekt aus der Sowjetzeit. Etwa eine Stunde von Taschkent befindet sich ein Sonnenofen. Mit 62 riesigen beweglichen Spiegeln, dem sogenannten Heliostatenfeld, wird die Sonne auf einen Parabolspiegel gelenkt, der die Ausmaße eines halben Fußballfelds besitzt. All diese Kraft der Sonne wird gebündelt und trifft 10.000fach konzentriert auf einen kleinen Brennpunkt. Dr. Prof. Sultan Suleimanov erklärt, dass mit diesen Temperaturen alles zu schmelzen sei. Der Sonnenofen hat wohl seine besten Zeiten hinter sich, er wäre aber auf jeden Fall eine großartige Kulisse für jeden James Bond Film.

Ein kleiner Nachruf: Thomas hat seinen Schnauzer abrasiert –wir werden "Schnubbi" vermissen.
Ankunft im Ferghanatal; Quelle: Ingo Aurich
Ankunft im Ferghanatal
Mittwoch, den 17. Oktober - Doswidanja Tashkent.

Unsere Fahrt führt uns Richtung Osten und immer höher über den 2200 Meter hohen Kamtschik-Pass Richtung Ferghanatal. Ein Vorgeschmack auf die Höhen, die uns bald bevorstehen werden. Schlagartig sinken die Temperaturen auf empfindliche 6 Grad.

Jeder gräbt in seiner Reisetasche nach Schal, Mütze und dicker Jacke. Mir graut schon etwas vor den Minustemperaturen, die wir in China erleben werden. Ziel ist das Ferghanatal, in dem es vor ein paar Jahren ethnische Konflikte gab.

Das Auswärtige Amt warnt zwar immer noch vor Fahrten, doch auf usbekischem Gebiet ist alles wieder sicher, allerdings mit sehr hoher Militärpräsenz. Es gibt Kontrollen an jeder Brücke, an jedem Tunnel und unsere Busse werden vor der Fahrt registriert.

Genauso schnell, wie es kalt wurde, steigen die Temperaturen auch wieder. Vor uns liegt das fruchtbare Ferghanatal.
Die Kokons der Seidenspinnerraupe dienen als Rohstoff für die Seidenproduktion; Quelle: Ingo Aurich
Die Kokons der Seidenspinnerraupe dienen als Rohstoff für die Seidenproduktion
Donnerstag, den 18. Oktober - Früher Aufbruch an unserem Hotel. Wir tanken aus unseren Kanistern den letzten Diesel in die Busse und hoffen, dass er für die Strecke bis Kirgistan reicht.

Doch zunächst führt uns der Weg nach Margilan in der Nähe der Stadt Ferghana, zum Seidenproduktionsunternehmen Yodgorlik. Der Besitzer Herr Abdulajew empfängt uns sehr herzlich.
Hier wird nach traditionellen Methoden Seide gewonnen, gefärbt und verarbeitet.
Die Kokons der Seidenraupen werden ausgekocht, um die enthaltenen Klebstoffe zu entfernen und dann werden die Seidenfäden herausgezogen. Bis zu 800m Seide aus einem einzelnen Kokon. Es wirkt fast meditativ, wie Frau Inojat Achunowa im Schneidersitz vor der großen Kochschale hockt.

Für die Färbung der Rohseide werden ausschließlich natürliche Stoffe verwendet. In den Färbebecken sind Mischungen aus Grantapfelkernen, Schildläusen, Nussschalen, Zwiebeln und vielen anderen Zutaten. Die meiste Seide wird übrigens vor der Verarbeitung gefärbt und die dabei entstehenden Muster bleiben dann beim Weben erhalten.
Dann werden mehrere Fäden zusammengeführt und gesponnen; Quelle: Ingo Aurich
Kochen der Kokons und Zusammenführen mehrerer Fäden
Es ist ein großartiges Bild wenn die Frauen an ihren Handwebstühlen in einem unglaublichen Tempo das Schiffchen immer wieder durch die Fäden schnellen lassen. Wir können sehen, dass hier alle Freude an der Arbeit haben.

In der Spinnerei besucht uns ein lokales Fernsehteam. Christian gibt bereitwillig Auskunft über unser Roadmovie. Abends belagern uns Kinder aus dem Dorf und wollen dem Sandmann ans Leder.
Obstplantagen Usbekistan; Quelle: Ingo Aurich
Obstplantagen im Ferghanatal
Freitag, den 19. Oktober - Christian wünscht sich „fruchtbare“ Bilder. Wir sind im fruchtbaren und wunderschönen Ferghanatal. Um auch in unserem Film mehr davon zeigen zu können, haben wir uns mit einem Obstbauern verabredet. Die Bäume sind geradezu überladen mit Kaki. Überall um das Haus wächst der Wein.
Essenseinladung; Quelle: Ingo Aurich
Essenseinladung
Die Gastfreundschaft ist überwältigend. Wir werden überhäuft mit Kisten voll Gurken, Weintrauben und Granatäpfeln. Ein guter Vorrat für die Höhenregionen, die uns bevorstehen.

Der Taldyk Pass Richtung China mit seinen über 3600 Meter soll verschneit und vereist sein. Wir bereiten auf jeden Fall schon mal die Schneeketten vor.
An der Grenze nach Kirgista; Quelle: Ingo Aurich
An der Grenze nach Kirgistan
Samstag, den 20. Oktober - Überfahrt über die Grenze zu Kirgistan durch den Kontrollpunkt "Dustlik" in Andijan. Die Zöllner Usbekistans sind streng, die kirgisischen dagegen weitaus entspannter.

Gleich hinter der Grenze beginnt die Stadt Osh. Die zu Sowjetzeiten gezogene Grenze trennt heute die Stadt rigoros von ihrem direkten Umfeld. Kirgisisch-usbekische Verwandtenbesuche sind mit langen Wartezeiten an der Grenze verbunden.

Osh wirkt ärmlicher als die von uns durchreisten usbekischen Städte. Heute ist ja Samstag, das heißt: Markttag. An den verschiedenen Basaren ist auf der Straße fast kein Durchkommen.
Essenseinladung bei Dorfäktestem Aschurbeck; Quelle: Ingo Aurich
Essenseinladung bei Dorfäktestem Aschurbeck
Unser Hotel ist ein echt sowjetisches Mittelklassehotel. Alles ist noch im Originalzustand belassen. Ein Paradies für Ost-Nostalgiker (mit Gruseleffekt). Es heißt wohl übersetzt „Strahlen von Osh“. Wir haben ein Straßencafe besucht – mit ellenlanger Speisekarte, aber mit nur zwei Gerichten: Suppe und Teigtaschen. Wir sollten wohl langsam umdenken.

Und trotzdem, unsere Arbeit, das Drehen, geht viel leichter. Eine NGO (non-governmental organisation) gibt uns den Tip, noch heute einen Mediator, das ist eine Art Dorfältester oder Friedensrichter aufzusuchen. Wir sind gespannt – und treffen auf Aschurbek, inmitten seiner großen, multinationalen Familie.

So erleben und drehen wir einen ersten und richtig fröhlichen Abend in Kirgistan.

Bergmuseum am Sulayman; Quelle: Ingo Aurich
Bergmuseum am Sulayman
Sonntag, den 21. Oktober - Nach einem kräftigen russischen Frühstück machen wir uns noch mal auf unseren Friedensrichter zu treffen. Die Unruhen in der Gegend liegen nur kurze Zeit zurück und der Neuanfang ist überall zu spüren. Aschurbeck zeigt uns seine Planung für einen überdachten Basar mit Werkstätten, der das ganze Viertel neu beleben soll.

Bereits gestern hatte er uns von Fällen erzählt, die er schlichten muss. Eine junge Frau wurde von Ehemann und der Familie des Ehemanns verstoßen. Sie hatte sich ohne seine Erlaubnis die Haare kurz abgeschnitten. Für uns nicht nachvollziehbar. Hier bestimmen alte Traditionen und ein sehr streng patriarchales System das Zusammenleben.
Ausblick vom Sulayman Berg; Quelle: Ingo Aurich
Ausblick vom Sulayman Berg
Mit dem Besuch des Sulayman Berges, einem Weltkulturerbe endet unser Tag. Dieser riesige Felsbrocken oder Berg liegt direkt in der Stadt. Ein Schrein markiert die Grabstätte des Propheten Sulayman. Der Legende nach werden Frauen, die diese Stelle besuchen und durch ein Loch im heiligen Stein klettern, gesunde Kinder zur Welt bringen.

Etwas diesig, aber in der Ferne können wir die hohen Berge erahnen, die uns in den nächsten Tagen erwarten.
Aufbruch in Osh; Quelle: Ingo Aurich
Aufbruch in Osh
Montag, den 22. Oktober - Im Morgengrauen brechen wir von Osh auf: Richtung Osten und Richtung Berge. Sobald wir den Smog der Stadt hinter uns lassen und es aufklart, zeigt sich ein Panorama von unerahnten Ausmaßen. Die Enge der Stadt ist schnell vergessen.

Immer wieder halten wir. Schafherden, Kühe oder Esel blockieren die Fahrbahn. Die Menschen, fast alle auf Pferden und Eseln unterwegs, grüßen uns freundlich.
Die ersten schneebedeckten Höhen; Quelle: Ingo Aurich
Die ersten schneebedeckten Höhen
Die Höhenanzeige auf unserem Navi steigt stetig: 2000, 2500 Meter und vor uns die schneebedeckten Gipfel. Unser Weg führt uns über den fast 4000 Meter hohen Taldyk Pass. Wir haben Glück, die Straße ist gut befahrbar und nur wenige Stellen sind noch vereist.

Über den höchsten Punkt hinweg haben wir freie Sicht auf die Hochebene: Ein kleiner Junge sitzt auf seinem Esel und blickt in die Ferne. Im Hintergrund die siebentausender des Tamir-Gebirges. Wie so oft an diesem Tag halten wir an, um diese großartigen Bilder einzufangen.

Übernachtung in Sary-Tash; Quelle: Ingo Aurich
Übernachtung in Sary-Tash
Dienstag, den 23. Oktober - Der Abend und die Nacht waren grauselig kalt. In dem kleinen Dorf Sary-Tash, dem letzten Ort auf krigisischer Seite vor der chinesischen Grenze haben wir in einem kleinen nicht besonders gut beheizten Haus auf dem Boden übernachtet.

Die Höhe zehrt nun doch ganz schön an uns. Jeder Schritt ist anstrengend und man muss ständig bewusst atmen – einen Atemzug vergessen und schon merkt man es. Es ist der erste richtige Höhentest und alle hoffen, dass sie es gut vertragen.
In zwei Wochen wird es noch höher gehen.
Sergej macht sich auf die Rückreise; Quelle: Ingo Aurich
Sergej macht sich auf die Rückreise
Aufbruch im Morgengrauen. Die Landschaft um uns herum erinnert an Science Fiction Filme. Sergej, unser russischer Producer, begleitet uns noch bis zum ersten Vorposten der Grenze, dann heißt es Abschied nehmen. Lieber Sergej, vielen Dank für die tolle Zeit mit Dir! Du hast uns großartig durch diese schwierigen Länder Turkmenistan, Usbekistan und Kirgistan geführt.


Die chinesische Grenze gestaltet sich einfacher als erwartet. Die kirgisischen Zöllner fragen, ob wir mit unserem Aufenthalt in Kirgistan zufrieden waren. Für die Daumen hoch Antwort bekommen wir unsere Stempel. Zwei Kilometer später erwartet uns am Straßenrand das Empfangskomitee:

Dr. Jürgen Hafemann, unserer China-Spezialist, Xu Shusheng, der Beauftragte des Kulturministeriums mit seiner Übersetzerin und seinem Fahrer. Vorbei an hunderten von Lastern, die auf eine Abfertigung warten und 15 Minuten später sind wir eingereist.
Immer am Rand des Pamirgebirges; Quelle: Ingo Aurich
Immer entlang des Pamirgebirges
So gut die von China gebaute Straße in Kirgistan bis zur Grenze war, so schlecht ist sie nun. Die neue Autobahn wird gerade gebaut, ist aber leider noch nicht fertig. Über 200 Kilometer staubige und ruckelige Sandpiste geht es abwärts. Der Geländeumbau unserer VW-Busse hat sich gelohnt. Unsere Autos jagen über Schlaglöcher, als hätten sie nie etwas anderes gemacht.

Doch leider müssen wir in der nächsten größeren Stadt dann doch noch zum Einfuhrzoll. Nach Stunden des Wartens können wir dann endlich zu unserem eigentlichen Ziel Kashgar weiterfahren, wo wir tief in der Nacht in einem bunten Lichtermeer eintreffen.
Kashgar am Morgen; Quelle: Ingo Aurich
Kashgar am Morgen
Mittwoch, den 24. Oktober - Nach so viel Natur plötzlich wieder Großstadt. Wir sind in einem Journalisten „empfohlenen“, sehr komfortablen Hotel untergebracht und bekommen unsere komplette Technik bis ins Zimmer getragen. Die Taschengröße löst aber doch etwas Verwunderung bei den Liftboys aus.

Nach Wochen voll Teigtaschen und Hammelsuppe freuen wir uns über das kulinarische Erlebnis China. Alle sitzen um den runden Tisch und es gibt mindestens zehn verschiedene Gerichte. Von der scharfen Fischsuppe bis zum klassischen Schweinefleisch süß-sauer ist alles dabei. Ich liebe schon jetzt die Volksrepublik.
Inspektion der Autos; Quelle: Ingo Aurich
Inspektion der Autos
Normalerweise dürfen Ausländer in China nicht mit dem eigenen Auto fahren. Neues Teammitglied dieser Etappe, Dr. Jürgen Hafemann, hat für uns eine Sondergenehmigung möglich gemacht. Unsere beiden Busse Mäggi und Vasco bekommen chinesische Nummernschilder und Ingo und Gregor brauchen einheimische Führerscheine.

Die Formalitäten dauern fast den ganzen Tag, es ist sogar ein Gesundheitscheck notwendig und ein Mitarbeiter der Verkehrspolizei fährt eine kleine Runde mit unseren Gefährten. Ganz ehrlich: Ganz wohl ist uns nicht dabei…

Morgen ist Bergfest: 10.000 Kilometer und die Hälfte der Strecke bis zur Weihnachtspause in Bangkok ist geschafft. Auf jeden Fall ein guter Grund um zu feiern. Wir gönnen uns jedenfalls schon mal eine echte chinesische Massage mit Sauna, Körperpeeling und zwei Stunden dehnen, drücken und kneten. Wir schweben Richtung Hotel.
Basar in Kashgar; Quelle: Ingo Aurich
Basar in Kashgar
Donnerstag, den 25. Oktober - Bergfest und freier Tag in Kashgar. Ausschlafen, abhängen und durch die Stadt schlendern. Morgen ist das muslimische Opferfest und die Basare sind voll mit Menschen. Ein bisschen so wie an den Tagen vor Weihnachten. Überall werden Hammel verkauft, in fast jeder Familie wird morgen ein Tier geschlachtet.
Zubereitung der Pekingente in Kashgar; Quelle: Ingo Aurich
Zubereitung der Pekingente in Kashgar
Abends gibt es Pekingente für Alle. Alles von der Ente wird gegessen, besonders die ausgelösten Schwimmflossen mit einer Art Meerrettichsoße gelten als besondere Spezialität. Die Ente selbst mit der knusprigen Haut kommt in feinen Scheiben auf den Tisch. Zusammen mit einer Bohnenpaste und Lauch wird alles in eine Art Pfannkuchen gewickelt: Lecker....

Aus rein gesundheitlichen Gründen gibt es 56%igen Hirseschnaps für alle. Die Pekingente ist doch recht gehaltvoll. Die Trinksprüche gehen reihum. Für unseren Autoren Christian Klemke ist heute der letzte Abend. Ein Zahn ärgert ihn seit Tagen und er wird 10 Tage eher als geplant die Heimreise antreten.

Da Manuela Jödicke erst in 10 Tagen in Golmud zu uns stößt, werden Thomas und ich uns alle Mühe geben, Christian so gut wie möglich zu ersetzen. Vielen Dank Christian, es war ein eine tolle Zeit mit Dir und wir freuen uns schon auf unser nächsten Abschnitt mit Dir im Frühjahr.

Tobias Siebert

Bildergalerie

Zwischenstopp an der Wolkengrenze vor dem Ferghanatal; Quelle: Ingo Aurich

Etappe 3 - Von Taschkent (Usbekistan) bis Goldmud (China)

Wunderbare Aufnahmen von oben: Es geht  immer wieder auf und ab bis ins Herz von Asien, auf 1300 Meter Höhe. Vom nicht ganz chinesischen Kashgar in der Nähe des Himalaya über das Gebirge bis nach Golmud zu Tibetern, Mongolen und den Hui.