Lola Statuette
Die Lola-Statuette | Bild: rbb/Clemens Porikys/Deutscher Filmpreis

Deutscher Filmpreis 2022 - rbb mit elf Lola-Nominierungen

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg geht mit zwei Kinokoproduktionen ins Rennen um den Deutschen Filmpreis 2022. "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" von Andreas Dresen ist als "Bester Spielfilm" und in neun weiteren Kategorien nominiert. "Wem gehört mein Dorf?" von Christoph Eder kann sich Hoffnungen auf die Lola als "Bester Dokumentarfilm" machen.

"Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" ist als "Bester Spielfilm" und in neun weiteren Kategorien nominiert: Andreas Dresen für die beste Regie, Laila Stieler für das beste Drehbuch, Meltem Kaptan für die beste weibliche Hauptrolle und Alexander Scheer für die beste männliche Nebenrolle. Außerdem hat der Film Chancen auf eine Auszeichnung in den Kategorien Beste Filmmusik, Beste visuelle Effekte, Bestes Szenenbild, Bestes Maskenbild sowie Bestes Kostümbild.
 
Die rbb-Koproduktion "Wem gehört mein Dorf?" von Christoph Eder kann sich Hoffnungen auf die Lola als "Bester Dokumentarfilm" machen.
 
Die Deutsche Filmakademie hat die Nominierungen am 12. Mai bekannt gegeben. Wer von den Nominierten eine Lola gewinnt, wird bei der Preisverleihung am 24. Juni in Berlin verkündet. Das Erste überträgt die Filmpreis-Show aus dem Palais am Funkturm am 24. Juni um 22.55 Uhr. Die ARD-Gemeinschaftsproduktion entsteht unter der Federführung des rbb.

Die nominierten rbb-Koproduktionen
Szene aus dem Film: "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" (Bild: Andreas Höfer/Pandora Film/dpa)

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush
Spielfilm Deutschland/Frankreich 2022
 
Regie: Andreas Dresen, Drehbuch: Laila Stieler
Darsteller*innen: Meltem Kaptan, Alexander Scheer, Charly Hübner, Nazmi Kirik, Sevda Polat u.a.
 
"Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" erzählt die wahre Geschichte des von der US-Regierung zu Unrecht inhaftierten Muraz Kurnaz aus der Sicht seiner Mutter. Rabiye Kurnaz ist, was man gemeinhin eine einfache Frau nennt. Im Bremer Reihenhaus schmeißt sie den Laden, kümmert sich um Kind und Kegel und um vieles mehr. Als ihr Sohn Murat kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 des Terrorismus bezichtigt und ins Gefangenenlager Guantanamo gebracht wird, beginnt für die resolute Deutsch-Türkin eine Reise ins Herz der Weltpolitik. Gemeinsam mit Menschenrechtsanwalt Bernhard Docke kämpft sie für die Freilassung ihres Sohnes und zieht dabei mit Selfmade-Englisch bis vor den Supreme Court in Washington DC.
 
"Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" ist eine Pandora Film Produktion in Koproduktion mit Iskremas Filmproduktion, Cinema Defacto, NDR, rbb, BR, Radio Bremen, in Zusammenarbeit mit ARTE und ARTE France Cinéma. Gefördert von Film- und Medienstiftung NRW, Deutscher Filmförderfonds, BKM, FFA, Medienboard Berlin-Brandenburg, Nordmedia und CNC (Frankreich).

Wem gehört mein Dorf, Szenenbild

Wem gehört mein Dorf?
Dokumentarfilm Deutschland 2021
Regie und Drehbuch: Christoph Eder
 
Im Ostseebad Göhren auf Rügen, dem Heimatdorf des Filmemachers, streiten die Einwohner*innen über die Zukunft des beliebten Urlaubsortes. Der Gemeinderat unterstützt die Hotelprojekte eines Multimillionärs. Als dieser ein Bauvorhaben in einem Naturschutzgebiet plant, gehen Aktivisten dagegen vor. Schnell merken sie, dass sie nur eine Chance haben, die malerische Landschaft ihrer Heimat zu schützen: indem sie bei der anstehenden Kommunalwahl die Mehrheit im Gemeinderat erringen.
 
"Wem gehört mein Dorf?" ist eine Produktion der ostlicht filmproduktion in Koproduktion mit dem rbb, gefördert von Mitteldeutsche Medienförderung und Medienboard Berlin-Brandenburg.

LOLA Statue liegt auf rotem Kissen (Bild: IMAGO / Agentur Baganz)
Der Deutsche Filmpreis

Der Deutsche Filmpreis ist die renommierteste Auszeichnung für den deutschen Film. Er ist mit Preisgeldern der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in einer Gesamthöhe von knapp drei Mio. Euro dotiert und wird nach der Wahl durch die Mitglieder der Deutschen Filmakademie von Kulturstaatsministerin Claudia Roth verliehen.