Braunkohlebagger Tagebau Brandenburg; Quelle: imago images/Rainer Weisflog

- Wir müssen reden!

Braunkohle - geht Klimaschutz vor Kumpelschutz?

"Wir müssen reden!", der politische Bürgertalk im rbb Fernsehen sendet diesmal live aus Cottbus vom Altmarkt

Die Moderatorinnen Janna Falkenstein und Tatjana Jury wollen mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort über den geplanten Kohleausstieg und dessen Folgen  ins Gespräch kommen.

Geht es nach dem ausgehandelten Kompromiss der Kohlekommission, dann  ist spätestens 2038 Schluss mit der Braunkohleförderung. Sollte die wirtschaftliche Lage es zulassen, dann könnte laut Kompromiss auch schon 2035 Schluss sein. Und geht es nach dem politischen Willen der Grünen, dann soll gar schon 2030 Schluss sein mit der Braunkohle.

Vielen Menschen in der Lausitz geht dieser Ausstieg zu schnell. Trotz der zugesagten Milliardenhilfe bangen sie um ihre wirtschaftliche und persönliche Zukunft im Kohlerevier. Und auch die Landtagswahlen in Brandenburg haben gezeigt: Die Frage nach dem Kohleausstieg wird in der Region weiter heiß diskutiert. Zwar wollen 33 Prozent der Brandenburgerinnen und Brandenburger früher als 2038 aus der Braunkohleförderung aussteigen, doch 40 Prozent wollen diese bis 2038 laufen lassen und immerhin 23 Prozent wollen Braunkohle über 2038 hinaus weiter betreiben.

Auch bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen in Potsdam nach der Landtagswahl dürfte die Zukunft der Braunkohleförderung eine entscheidende Rolle spielen, zumal wenn die Grünen an einer künftigen Regierung beteiligt sein sollten. Die Grünen-Forderungen: In Brandenburg darf kein Tagebau mehr neu aufgeschlossen werden. Kein Dorf soll mehr für die Braunkohle abgebaggert werden dürfen. Und es bleibt die Forderung der Grünen nach einem möglichst raschen Kohleausstieg.

Gilt das in der Kohlekommission vereinbarte Ausstiegsdatum 2038 oder kommt der Ausstieg doch früher? Noch ist die Braunkohle einer der wichtigsten Energiegewinner für die Stromerzeugung. Ist also die Stromversorgung ohne Kohleförderung wirklich gewährleistet? Wird die Lausitz durch den Braunkohleausstieg trotz milliardenschwerer Hilfen dauerhaft zur strukturschwachen Region ohne echte Perspektive? Was muss passieren, damit der Strukturwandel in der Region funktionieren kann?

Im mobilen Studio auf dem Altmarkt in Cottbus stellen sich Gäste den Fragen des Publikums und der Moderatorinnen vor Ort.

Von zu Hause aus können die Zuschauerinnen und Zuschauer via Twitter, Facebook & Co. sowie dem zibb-Messenger an der Diskussion teilnehmen.