- Die Spree in Gefahr

Wie Raubbau und Klimawandel einen Fluss verändern

Wilde Natur - aber auch Eisenlasten, die das Wasser braun färben, der romantische Spreewald mit seinen tausend Fließen - und an der Mündung die Metropole Berlin: Die Spree ist ein Fluss voller Gegensätze. Menschen haben sie im Laufe von Jahrhunderten geformt und reguliert. Das macht sie nun angreifbar für Dürre, Hochwasser und Schadstoffe.
Der Film lotet die aktuellen Bedrohungen aus und zeigt den Fluss aus einer neuen und unbekannten Perspektive. Die Reise startet dort, wo die Spree in die Havelgewässer mündet. Sie verfolgt den Fluss aufwärts bis zur brandenburgisch-sächsischen Grenze. So gut wie jeder Flusskilometer wurde durch menschliches Eingreifen in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Das gilt sogar für den idyllischen Spreewald, der von seinen Bewohnern aus einem Sumpf geformt wurde. Aber auch preußische Wasserbauingenieure und der Bergbau veränderten den Fluss grundlegend. Die Wasserqualität leidet noch heute unter den Spätfolgen der Braunkohle-Förderung. Rostrostes Wasser und Sulfat sind die auffälligsten Zeichen.

Die Spree ist ein Fluss in Not - das wird in Zeiten der Dürre überdeutlich. Sie hängt am Tropf versiegender Talsperren. Andererseits kämpfen Fischbestände in der Hauptstadt ums Überleben, wenn der ersehnte Regen dann den Unrat aus der Kanalisation ins Wasser spült. Unterdessen träumen die Berliner von Flussbadeanstalten in sauberen Fluten, die einst alltäglich waren. Die Spree: ein großartiges Öko-System und immer noch in Gefahr.