Bild zum Film: Du sollst nicht lieben, Quelle: rbb/Edition Salzgeber/Axel Schneppat
Bild: rbb/Edition Salzgeber/Axel Schneppat

rbb QUEER - Du sollst nicht lieben

Das eindringliche Regiedebüt des israelischen Regisseurs Haim Tabakman.

Aaron ist ein angesehener Fleischer in der ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde in Jerusalem. Der Ehemann und Vater von vier Kindern gerät in eine tiefe Krise, als er sich in Ezri verliebt – einen 22-jährigen Studenten, der ihm in seinem Geschäft aushilft.

Zunächst begreift er seine Gefühle als religiöse Herausforderung, doch als beide Männer schließlich ihrer Leidenschaft nachgeben, wächst der Druck der Gemeinde auf Aaron. Da er keinen Weg sieht, seine Gefühle mit den religiösen Regeln in Einklang zu bringen, fasst er einen radikalen Entschluss.

Haim Tabakmans erster Spielfilm erzählt das Drama eines Mannes, der seinen Glauben mit seiner Leidenschaft zu vereinbaren sucht, und berührt ein Tabu – Homosexualität im ultraorthodoxen Judentum.

Nach der Uraufführung von “Du sollst nicht lieben“ in der Reihe „Un Certain Regard“ beim Festival de Cannes reagierte die internationale Presse begeistert, stellte die Zurückhaltung und inszenatorische Strenge des Films heraus und verglich die emotionale Kraft einer Liebesgeschichte in einer feindlichen Umwelt mit Ang Lees „Brokeback Mountain“.

Du sollst nicht lieben
(EINAYIM PETUKHOTH)

Spielfilm Israel/Frankreich/Deutschland 2009

Aaron (Zohar Strauss)
Ezri (Ran Danker)
Rivka (Tinkerbell)
Rabbi Vaisben (Tzahi Grad)
Mordechai (Isaac Sharry) u.a.

Musik: Nathaniel Mechaly
Kamera: Axel Schneppat
Buch: Merav Doster
Regie: Haim Tabakman