Bild zum Film: Der Aufenthalt, Quelle: rbb/DEFA-Stiftung/Foto Dieter Lück
Bild: rbb/DEFA-Stiftung/Foto Dieter Lück

- Der Aufenthalt

Sylvester Groth in Frank Beyers Verfilmung von Hermann Kants 1977 erschienenen, gleichnamigen Roman. Das Drehbuch schrieb Wolfgang Kohlhaase. 

Warschau – Oktober 1945. Mitten aus einem Transport von Kriegsgefangenenwird der 19jährige Mark Niebuhr herausgeholt und in Einzelhaft gebracht. Eine Polin glaubt in ihm den SS-Mann wiedererkannt zu haben, der während einer Razzia ihre Tochter ermordet hat. Verhöre mit einem gleichaltrigen polnischen Leutnant folgen, in denen Niebuhr immer wieder seine Unschuld beteuert. 

Bild zum Film: Der Aufenthalt, Quelle: rbb/DEFA-Stiftung/Foto Dieter Lück

Als er in eine Gemeinschaftszelle kommt, erfährt er den Hass der polnischen Gefangenen, lebt mit Verachtung und nicht selten mit Todesangst. Doch die Hölle erlebt er erst, als er zu den deutschen Mithäftlingen verlegt wird, viele von ihnen fanatische Kriegsverbrecher. Als einer der Ihrigen aufgenommen, kann sich Niebuhr erst langsam von deren Denken distanzieren. 

Nach acht Monaten ist seine Unschuld im Mordfall bewiesen und doch hat der junge Deutsche seine Mitschuld an der verbrecherischen Vergangenheit erkannt. 

Der Aufenthalt
Spielfilm DDR 1983

Mark Niebuhr (Sylvester Groth)
General Eisensteck (Fred Düren)
Hauptsturmführer (Matthias Günther)
Major Lundenbroich (Klaus Piontek)
Chef (Krzysztof Chamiec)
Gestapokommissar Rodloff (Günter Junghans)
Jan Beveren (Alexander van Heteren)
Obergefreiter Fenske (Hans-Uwe Bauer)
Szybko (Gustaw Lutkiewicz) u.a.

Musik: Günther Fischer
Kamera: Eberhard Geick
Buch: Wolfgang Kohlhaase, nach dem gleichnamigen Roman von Hermann Kant
Regie: Frank Beyer