Bild zum Film: Der Tangospieler, Quelle: rbb/DEFA Stiftung/Foto Christa Köfer
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rbb retro - Der Tangospieler

Roland Gräfs meisterhafte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Christoph Hein.

Im Namen des Volkes verurteilt - 21 Monate Gefängnis für alle Beteiligten eines angeblich staatsverleumderischen Studentenkabaretts. Dr. Dallow, ehemals Oberassistent der Historischen Fakultät, aus Gefälligkeit eingesprungen für den erkrankten Tangospieler, wird im März 1968 aus dem Gefängnis entlassen. Von nun an, hat er sich geschworen, wird er die Finger von Politik und Piano lassen.

Bild zum Film: Der Tangospieler, Quelle: rbb/DEFA Stiftung/Foto Christa Köfer
Bild: rbb/DEFA Stiftung/Foto: Christa Köfer

Aber wie Freunde, Familie und frühere Kollegen ihm begegnen, die sich ähnelnden Ausflüchte, warum keiner ihn besucht hat, das Drängen, alles zu vergessen, was nun hinter ihm liegt, das ruft den Zyniker in Dallow auf den Plan. Seine neue Liebe, die junge Elke Schütte, hat schnell von seiner Verbitterung genug und bittet ihn, erst wieder zu kommen, wenn er mit sich im Reinen ist.

Als im Herbst der „Prager Frühling“ gewaltsam beendet wird, setzt sich Dallow wieder an sein Klavier und kehrt wenig später zu seiner alten Arbeitsstätte zurück.

„Der Tangospieler“ entstand unter der Regie von Roland Gräf nach der gleichnamigen Erzählung von Christoph Hein. In den Hauptrollen brillieren Michael Gwisdek, Corinna Harfouch und Hermann Beyer. Der Film gewann 1991 das Filmband in Silber des damaligen Bundesfilmpreises und Michael Gwisdek im selben Jahr das Filmband in Gold.

Der Tangospieler
Spielfilm DDR/Schweiz/Deutschland 1991

Hans-Peter Dallow (Michael Gwisdek)
Elke (Corinna Harfouch)
Harry (Jaecki Schwarz)
Dr. Berger (Hermann Beyer)
Schulze (Peter Sodann) u.a.

Musik: Günther Fischer
Kamera: Peter Ziesche
Buch und Regie: Roland Gräf