Bild zur Serie: Die 2 (1): Schwesterchens Muttermal, Quelle: rbb/ITV PLC (Granada International)
Bild: rbb/ITV PLC (Granada International)

- Die 2 (1): Schwesterchens Muttermal

Die Kultserie aus den Siebzigern: Tony Curtis und Roger Moore sind an Coolness nicht zu übertreffen.

Der pensionierte Richter Fulton jagt der Justiz entkommene Gesetzesbrecher. Seine Mitstreiter sind der sehr englische Aristokrat Lord Brett Sinclair und der typisch amerikanische Selfmade-Millionär Danny Wilde. Die beiden könnten gegensätzlicher nicht sein, sie müssen sich im wahrsten Sinne des Wortes erst zusammenraufen. Ihr erster Fall betrifft Robert Dupont, Chef eines Gangstersyndikats. Der Weg zu ihm führt „Die 2“ über dessen Schwester – beziehungsweise deren Muttermal an delikater Stelle.

Die britische Krimiserie „Die 2“ mit Roger Moore und Tony Curtis in den Hauptrollen wurde 1970/1971 gedreht und ab 1972 auch im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Die Serie erlangte in Deutschland Kultstatus. Das lag vor allem an der Gegensätzlichkeit der beiden Hauptfiguren, die gemeinsam knifflige Kriminalfälle lösen: Tony Curtis verkörperte den lockeren US-amerikanischen Geschäftsmann Danny Wilde, Roger Moore den etwas steifen britischen Lord Brett Sinclair.

Aus dieser Konstellation heraus entstand die Komik, die noch besonders verstärkt wurde durch die flapsig-frechen Sprüche in der deutschen Synchronisation, für die sich Rainer Brandt verantwortlich zeichnete. Diese witzig-respektlose deutsche Fassung trug maßgeblich zur enormen Popularität in Deutschland bei.

„Schnodderdeutsch“ nennt Brandt den Sprachstil, den er nicht nur für „Die 2“ anwandte. Dieser Stil ist eine wilde Mischung aus dem Jargon und den Dialekten von Gossen-, Unterwelt- und Jugendsprache. Das Ziel war es nicht, sich an dem Originaltext zu orientieren, sondern vielmehr durch vermeintliche Sprichwörter, eigentlich fehlerhafte Metaphern oder gänzlich durch Überschreitungen der sprachlichen Konventionen, im besten Sinne Wortwitz zu generieren.

Rainer Brandt, welcher in der Serie Tony Curtis auch seine Stimme leiht, wurde für seine Arbeit an „Die 2“ 1973 mit einem Bambi ausgezeichnet.

Die Titelmusik zur Serie schrieb der vor allem durch seine James-Bond-Kompositionen berühmt gewordene, oscarprämierte britische Komponist John Barry („Jenseits von Afrika“, „Der mit dem Wolf tanzt“).

Das rbb Fernsehen zeigt alle 24 Episoden der Serie „Die 2“ an den kommenden Wochenenden als Doppelfolgen jeweils Samstagabend und als Wiederholung am Sonntagnachmittag. Direkt im Anschluss läuft Folge 2: „Geschäfte mit Napoleon“.

Die 2 (1): Schwesterchens Muttermal
(THE PERSUADERS!: OVERTURE)

Fernsehserie Großbritannien 1971

Danny Wilde (Tony Curtis)
Lord Brett Sinclair (Roger Moore)
Richter Fulton (Laurence Naismith)
Robert Dupon (Michael Godfrey)
Maria Lorenzo (Imogen Hassall)
Coley (Alex Scott)
Inspector Flavel (Neal Arden) u. a.

Musik: John Barry und Ken Thorne
Kamera: Tony Spratling
Buch: Brian Clemens
Regie: Basil Dearden