Bild zum Film: Gold, Quelle: rbb/BR/Schramm Film/Patrick Orth
Bild: rbb/BR/Schramm Film/Patrick Orth

Berlinale 2019 - Gold

Ein beeindruckender Western von Thomas Arslan („Helle Nächte“) mit Nina Hoss in der Hauptrolle.

Sommer 1898, Kanada zur Zeit des Klondike-Goldrauschs: Emily Meyer schließt sich einer Gruppe deutscher Amerika-Auswanderer an, um sich auf den langen Weg nach Dawson zu den kurz zuvor entdeckten Goldfeldern zu machen. Die Teilnehmer der Gruppe gehen aufs Ganze, um ihre ärmlichen Lebensbedingungen hinter sich zu lassen. Als die sieben Goldsucher voller Zuversicht von Ashcroft, der nördlichsten Bahnstation in Kanada, aufbrechen, haben sie keine Vorstellung davon, welche Strapazen sie auf der Reise erwarten.

Immer tiefer führt sie ihr Weg in die unermessliche, unwirtliche Wildnis des kanadischen Inlands. Die Landkarten erweisen sich als unzuverlässig, der Planwagen mit dem Proviant wird zum Hindernis, die Packpferde sind der Belastung kaum gewachsen. Unsicherheit und Erschöpfung zerren an den Nerven der Reisenden. Die Konflikte zwischen den ungleichen Teilnehmern spitzen sich zu. Angetrieben von ihrem Traum und der Hoffnung auf ein besseres Leben arbeitet sich die Gruppe um Emily Meyer durch das weite Land auf ein Ziel zu, das sich mit jedem Schritt weiter zu entfernen scheint.

Nach der Premiere im Wettbewerb der Berlinale 2013 kam „Gold“ noch vor dem deutschen Kinostart in Frankreich heraus. Die Berliner Schule ist in Frankreich ein Begriff - und Arslan vielleicht derjenige unter den Regisseurinnen und Regisseuren, der seinem Stil am ehesten treu geblieben ist, wenn es darum geht, eine für die Filmfiguren schwierige, beinahe unmögliche Situation auszuloten.

Gold
Spielfilm Deutschland 2013

Emily Meyer (Nina Hoss)
Carl Boehmer (Marko Mandic)
Gustav Müller (Uwe Bohm)
Joseph Rossmann (Lars Rudolph)
Maria Dietz (Rosa Enskat)
Wilhelm Laser (Peter Kurth)
Otto Dietz (Wolfgang Packhäuser) u.a.

Musik: Dylan Carlson
Kamera: Patrick Orth
Buch und Regie: Thomas Arslan