Bild zum Film: Eine halbe Ewigkeit, Quelle: rbb/ARD Degeto/Christine Schroeder
rbb/ARD Degeto/Christine Schroeder
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Zum 80. Geburtstag von Matthias Habich - Eine halbe Ewigkeit

Cornelia Froboess und Matthias Habich spielen ein einstiges Liebespaar, das sich Jahrzehnte später wiedersieht. 

Nach mehr als einem halben Jahrhundert steht Harry plötzlich wieder vor Elly, einst die Liebe seines Lebens, jetzt „Schwester Elisabeth" und evangelische Ordensfrau. 1958 hatten sie sich unter unglücklichen und für beide nie wirklich geklärten Umständen aus den Augen verloren. Harry verschwand damals nach Bill Haleys legendärem Halbstarken-Krawallkonzert in Hamburg. Zusammen mit seinem besten Freund Paul verdingte er sich als Roadie in den USA und verbrachte sein unstetes Leben im Tross von Rockbands.

Bild zum Film: Eine halbe Ewigkeit, Quelle: rbb/Degeto/Manju Sawhney
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Nun kehren die beiden auf Motorrädern überraschend in ihre Nordheide-Heimat zurück. Harry hat dafür einen schwerwiegenden Grund. Doch das erkennt Elisabeth nicht, zu sehr bringt sie seine Anwesenheit durcheinander. Ebenso ergeht es Fred Schmidt, der damals mit zum Freundeskreis gehörte. Als Ruheständler engagiert er sich ehrenamtlich im Kloster und ist seit jeher ein enger Vertrauter Elisabeths. In ihrer gemeinsamen Jugend war er Harrys und Ellys „postillon d'amour". Dass er dabei auf folgenreiche Weise Schicksal spielte, ist sein Geheimnis, dessen Entdeckung er nun fürchten muss.

Doch unweigerlich offenbaren sich Harry und Elisabeth die wahren Hintergründe ihrer traumatisch-rätselhaften Trennung. Auf einmal sind nicht nur die alten Geschehnisse wieder lebendig, sondern auch die alten Gefühle. Und das bleibt nicht ohne Konsequenzen - vor allem für Elisabeth, deren Verbleib in der evangelischen Kommunität unversehens in Frage steht.

Bild zum Film: Eine halbe Ewigkeit, Quelle: rbb/Degeto/Christine Schroeder
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Wie soll man reagieren, wenn nach einem halben Jahrhundert plötzlich jener Mensch vor einem steht, der einem einst das Herz brach? Mit viel Feingefühl erzählt Erfolgsregisseur Matthias Tiefenbacher in dem Drama „Eine halbe Ewigkeit" von der späten Erfüllung einer großen Jugendliebe. In den Hauptrollen spielen Cornelia Froboess und Matthias Habich.

Froboess wurde in den 50er Jahren durch Kinohits wie „Wenn die Conny mit dem Peter“ zum Star und machte sich später in Autorenfilmen wie Fassbinders „Die Sehnsucht der Veronika Voss“ einen Namen als Vollblutschauspielerin.

Dem Charakterdarsteller Habich gelang 1976 in Volker Schlöndorffs „Der Fangschuss“ der Durchbruch. Mit dem TV-Mehrteiler „Klemperer – Ein Leben in Deutschland“ spielte sich Matthias Habich Ende der neunziger Jahre in die erste Reihe der angesehensten deutschen Schauspieler. 2001 erhielt er als bester Nebendarsteller für seine Leistung in „Nirgendwo in Afrika“ den deutschen Filmpreis.

Das rbb Fernsehen sendet den Fernsehfilm „Eine halbe Ewigkeit“ anlässlich des Geburtstags von Matthias Habich. Am 12. Januar 2020 wird der Schaupieler 80 Jahre alt.

Eine halbe Ewigkeit
Fernsehfilm Deutschland 2011

Elisabeth Lange (Cornelia Froboess)
Harry Berg (Matthias Habich)
Paul Keller (Peter Franke)
Fred Schmidt (Lambert Hamel)
Schwester Hilde (Anna Maria Sturm)
Schwester Lydia (Ulrike Grote)
Oberin (Elisabeth Schwarz) u. a.

Musik: Biber Gullatz, Andreas Schäfer, Susanne Piesker
Kamera: Klaus Merkel
Buch: Volker Krappen
Regie: Matthias Tiefenbacher