Finn (Jannik Schümann) verwandelt sich in Helen – endlich wie ein Mädchen aussehen. © rbb/Degeto/Britta Krehl

- Mein Sohn Helen

Heino Ferch und Jannik Schümann in einem einfühlsamen Drama mit feinem Humor.

Als Tobias Wilke den 17-jährigen Finn nach dessen einjährigem Auslandsaufenthalt vom Flughafen abholen will, steht ihm eine junge Frau gegenüber, in der er nur langsam seinen Sohn wiedererkennt. Finn erklärt seinem verwirrten Vater, sich schon immer als Mädchen im Jungenkörper gefühlt zu haben. Er nennt sich nun Helen. 

Bild zum Film: Mein Sohn Helen, Quelle: rbb/Degeto/Britta Krehl
Bild: rbb/Degeto/Britta Krehl

Das Austauschjahr bei seiner Tante in den USA hat er genutzt, um die sexuelle Identität endlich offen zu zeigen. In der Zeit in San Francisco ist sein Entschluss endgültig gereift, sich ab sofort als Mädchen zu kleiden, um den gesetzlich vorgeschriebenen "Alltagstest" bestehen und bei Eintritt der Volljährigkeit eine geschlechtsangleichende Operation vornehmen lassen zu können. Für sein Umfeld beginnt der Härtetest. 

Nach dem ersten Schrecken sieht sich der aufgewühlte Vater mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert: Wie kann es sein, dass er nichts gemerkt hat? Hat seine vor zwei Jahren tödlich verunglückte Frau, deren Verlust Tobias noch nicht überwunden hat, etwas gewusst? Aber auch Helen muss sich schmerzlichen Fragen stellen: Wird es ihr gelingen, bei ihrem Entschluss zu bleiben? Selbst auf die Gefahr hin, die Menschen, die ihr am meisten bedeuten, zu verlieren? Gemeinsam begeben sich Vater und Tochter auf eine Reise, die sie gleichermaßen zueinander und zu sich selbst führt: ein komisches, liebevolles Ringen um Wahrheit und Selbstbestimmung. 

Mein Sohn Helen
Fernsehfilm Deutschland 2015

Tobias Wilke (Heino Ferch)
Finn/Helen Wilke (Jannik Schümann)
Diana Calis (Winnie Böwe)
Jasmin Thalheimer (Kyra Kahre)
Gabi Schäfer (Judith Rosmair) u.a.

Musik: Maurus Ronner
Kamera: Jutta Pohlmann
Buch: Sarah Schnier
Regie: Gregor Schnitzler