Bild zum Film: Melusine, Quelle: rbb/HFF
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rbb movies - Melusine

Eine junge Frau weigert sich, erwachsen zu werden. Doch sie ahnt, dass es eine Welt gibt, in der man Verantwortung übernehmen muss.  

Melusine feiert ihren dreißigsten Geburtstag. Doch bis auf ihren Körper gibt es nichts an ihr, was auf dieses Alter verweist. Sie kleidet sich wie ein Kind, spricht wie ein Kind, denkt wie ein Kind. 

Aus Protest gegen die Zeit in die sie hineinwächst, weigert sich Melusine, erwachsen zu werden. Die angeblich richtige Welt, in der die vermeintlich Erwachsenen leben, versteht und erträgt sie nicht. So wird die Geburtstagsfeier zur Joghurtparty, auf der alle glücklich sind, ganz so, wie es die Werbung im Fernsehen verspricht. Den restlichen Tag verbringt Melusine mit ihren Plastik-Puppen. 

In ihrer Welt ist selbst der heruntergekommenste Plattenbau ein Ort des Wunders. Sie ahnt, dass ihre ältere Nachbarin schon eine Menge erlebt und für etwas gekämpft hat, dass es außerhalb ihrer Wünsche eine Welt gibt, in der man Verantwortung übernehmen muss. Doch Melusine weiß nicht wie. 

Regisseurin Laura Laabs geht in ihrem Film der Frage nach, "wie man in einer Zeit, in der Ideale und Normen weitgehend obsolet geworden sind, überhaupt noch handeln kann. Zwischen materiellem Überfluss und ideeller Unterversorgung - wie können wir uns so überhaupt noch zur Welt verhalten, wie leben in einer utopielosen Zeit", so Laabs. 

Melusine
Kurzfilm Deutschland 2014

Melle (Stephanie Stremler)
Frau Liebmann (Lissy Tempelhof)
Nachbarin (Janna Horstmann)
Älterer Herr (Günther Schmidtke)
Mutter (Daniela Zähl)
Vater (Christian Wewerka)
Melusine / Kind (Lilian Beringer) u.a.

Musik: Ruben Fischer, Florian Schirmacher, Engin Seyrl
Kamera: Ferhat Yunus Topraklar
Buch und Regie: Laura Laabs