Bild zum Film: Foxcatcher, Quelle: rbb/WDR/Koch Media
Bild: rbb/WDR/Koch Media

- Foxcatcher

Steve Carell, Channing Tatum und Mark Ruffalo in einem Meisterwerk von „Capote“-Regisseur Bennett Miller.

Die Gebrüder Schultz sind beide erfolgreiche Ringer, die bereits bei den Olympischen Spielen 1984 Goldmedaillen gewinnen konnten. Trotz seiner guten Leistungen sieht sich Mark aber als im Schatten seines älteren Bruders David stehend. Mark wird schließlich vom exzentrischen Millionär und Sportmäzen John E. du Pont kontaktiert, der ihn auf sein Anwesen in Pennsylvania einlädt, wo er die Foxcatcher Farm, ein Trainingszentrum für Ringer, aufgebaut hat. Du Pont bittet ihn, Mitglied des Teams Foxcatcher zu werden und für die kommenden Weltmeisterschaften und die nächsten Olympischen Spiele zu trainieren.

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Du Pont möchte auch dessen Bruder David in sein Team holen. Dieser lehnt du Ponts Ansinnen zunächst mit dem Verweis darauf ab, seiner Frau und den beiden Kindern einen Umzug nicht zumuten zu wollen. Mark akzeptiert das Angebot allein. Er gewinnt mit dem Foxcatcher-Team bei den Ringer-Weltmeisterschaften 1987 eine Goldmedaille. Zwischen dem Millionär und dem Ringer entwickelt sich zuerst eine Art Freundschaft, bei der sich du Pont in der Rolle des Mentors sieht. Er bietet Schultz auch Kokain an, was dieser dann regelmäßig konsumiert. Es kommt zu Spannungen zwischen beiden, als der Ringer sich zunehmend für das Ego des Mäzens ausgenutzt sieht.

Später tritt Marks Bruder David dem Team doch noch als Trainer bei und zieht mit seiner Familie nach Pennsylvania, nachdem ihm der Millionär ein sehr großzügiges Angebot gemacht hat. Mark zieht sich von du Pont und auch von seinem Bruder zurück und trainiert weitgehend allein. Er will sich seinen Erfolg allein erarbeiten. Sein Bruder verfolgt dessen Entwicklung mit Sorge.

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Bei den Vorbereitungen zu den Olympischen Spielen 1988 verliert Mark erstmals einen Kampf. Aufgebracht zerstört er sein Hotelzimmer und isst Unmengen – in der Absicht, das erlaubte Kampfgewicht zu überschreiten und so nicht zu den Wettkämpfen zugelassen zu werden. Mit der Unterstützung seines Bruders kann er sich doch noch qualifizieren. Bei den Spielen in Seoul kann er jedoch keinen Sieg erringen. In der Krise nähern sich die Brüder wieder an. Mit du Pont entzweit sich Mark hingegen völlig. Er verlässt schließlich das Team Foxcatcher. Sein Bruder lebt weiterhin auf dem Anwesen der du Ponts und trainiert das Team. Offiziell ist er Co-Trainer unter du Pont, akzeptiert diesen innerlich aber nicht als den Mentor, als den sich dieser sieht. Du Pont fühlt sich von David in seiner Führungsrolle bedroht und vereinsamt nach dem Tod seiner Mutter zusehends. Eines Tages fährt er zu David, erschießt diesen in seiner Einfahrt und wird daraufhin verhaftet.

Fünf Oscar®-Nominierungen 2015 - darunter für die beste Regie, den besten Haupt- und den besten Nebendarsteller - konnte Bennett Millers ("Capote", "Moneyball") drittes Meisterwerk in Folge einfahren. Die Krönung eines Jahres, das mit dem Regiepreis in Cannes 2014 begonnen und mit Topplatzierungen in sämtlichen Kritikerbestenlisten geendet hatte. Kein Wunder: Angetrieben durch Karrierebestleistungen von Steve Carell, Channing Tatum und Mark Ruffalo, gehört die bizarre Dreiecksgeschichte zu den größten Filmereignissen des Jahres.

Foxcatcher
Spielfilm USA 2014

John E. du Pont (Steve Carell)
Mark Schultz (Channing Tatum)
David Schultz (Mark Ruffalo)
Nancy Schultz (Sienna Miller)
Jean du Pont (Vanesssa Redgrave) u.a.

Musik: Rob Simonsen
Kamera: Greig Fraser
Buch: E. Max Frye, Dan Futterman
Regie: Bennett Miller