Tatort: Meta, Meret Becker und Mark Waschke am roten Teppich (Bild: rbb/Reiner Bajo)
Bild: rbb/Reiner Bajo

So 18.02.2018 | 20:15 | Das Erste - Tatort: Meta

Der neue rbb-Tatort "Meta" entführt auf die Berlinale: Die Kriminalhauptkommissare Nina Rubin und Robert Karow ermitteln in einer Film-im-Film-Geschichte und fragen sich: Kopiert hier der Film das Leben oder das Leben den Film?

Kommissar Robert Karow (Mark Waschke) ist schockiert. Ihm wird der abgetrennte Finger eines jungen Mädchens zugeschickt. Offenbar wurde die Tote jahrelang in einem Storage eingelagert. In einem solchen Lagerhaus entdecken Karow und Nina Rubin (Meret Becker) die Leiche, der dieser Finger fehlt.

Die Tote war eine minderjährige Prostituierte. Auf der Suche nach dem Absender des Pakets stoßen die Ermittler auf eine Filmproduktionsfirma und den Regisseur Schwarz (Isaak Dentler), die gerade mit ihrem ersten Kinofilm "Meta" auf der Berlinale Premiere feiern. Auf verstörende Art schildert der düstere Thriller den Mord an der jungen Prostituierten Svenja Martin. Rubin und Karow sind sprachlos, denn was die Polizisten Rolf Poller (Ole Puppe) und Felix Blume (Fabian Busch) im Film "Meta" ermitteln, passt auffällig zu ihrem aktuellen Fall.

War der Drehbuchautor Peter Koteas (Simon Schwarz) Svenjas Mörder und ist "Meta" sein Geständnis? Karow und Rubin können ihn nicht mehr befragen, der Autor beging vor einigen Monaten Selbstmord. Der Fall scheint geklärt, Koteas muss Svenja ermordet, ihren Körper eingelagert und die Verschickung ihres Fingers vorbereitet haben.

Doch Robert Karow findet keine Ruhe. Er taucht völlig in den Film ein, Koteas' rätselhafte Welt um Kinderprostitution und Geheimdienste beschäftigt ihn fieberhaft. Rubin macht sich zunehmend Sorgen um ihren besessenen Partner, aber auch sie quält die Frage: Kopiert hier der Film das Leben oder das Leben den Film?

"Zwiebeltatort" nennt Meret Becker die Film-im-Film-Geschichte

Drehbuchautor Erol Yeşilkaya und Regisseur Sebastian Marka legen mit "Meta" ihre fünfte Zusammenarbeit für die "Tatort"-Reihe vor. Hauptdarsteller Mark Waschke nennt den Krimi eine "Film im Film im Film"-Geschichte, seine Kollegin Meret Becker findet das treffende Wort "Zwiebeltatort": "aufgebaut wie eine Zwiebel. Da ist immer noch eine Schicht und das nimmt kein Ende …"

Dank einer Sondergenehmigung durfte zum ersten Mal ein "Tatort" während der Berlinale gedreht werden. Ein Jahr später hat der Krimi TV-Premiere – passend zu den Internationalen Filmfestspielen 2018. Außerdem entstanden Szenen in Kreuzberg, Karlshorst, Schöneberg, Prenzlauer Berg und Wilmersdorf. Berlin bleibt dritter Hauptdarsteller.

Der "Tatort: Meta" ist eine Produktion der Wiedemann & Berg Televison GmbH  & Co. KG (Produzenten: Nanni Erben, Quirin Berg,  Max Wiedemann) im Auftrag des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) für Das Erste.

Größer als das Leben