Der englische Garten auf der IGA
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Bild: IGA_Englischer_garten

IGA 2017 - 30 Jahre Gärten der Welt

Die Geburtsstunde der Gärten der Welt liegt in der Zeit, als das neue Wohngebiet Marzahn verschönert werden sollte. Im Mai 1987 öffnete die Berliner Gartenschau. Dank der IGA lässt sich der Blick auf die Gärten der Welt nun auch von oben aus der Seilbahn genießen. Ein Geschenk zum dreißigsten Geburtstag des Erholungsparkes Marzahn.

Der ferne Osten liegt viel näher als man denkt: China, Japan oder Korea – für Reisen in diese Länder genügt ein Fahrschein nach Marzahn. Die ganze Welt in einem Garten – diese Vision ist in den Gärten der Welt Wirklichkeit geworden. Eine der atemberaubenden Schöpfungen ist der japanische "Garten des zusammenfließenden Wassers".

1985 wurde zwischen den Stadtbezirken Marzahn und Hellersdorf mit der Gestaltung des Naherholungsgebietes begonnen. Mit großem Halali öffnet zwei Jahre später, im Mai 1987, die Berliner Gartenschau. Das war vor genau 30 Jahren. Doch der spätere Erholungspark Marzahn wollte nicht so richtig in die Gänge kommen.

Beate Reuber, Leiterin "Gärten der Welt"
"Teilweise hatten wir sehr sehr wenig Besucher. Es war ganz klar: die Menschen konnten reisen nach dem Fall der Mauer. Warum sollte man sich eine Parkanlage anschauen, die unmittelbar vor der Tür lag? Das änderte sich erst mit dem Bau des chinesischen Gartens und allen folgenden Gärten."

Chinesische Bauleute und Landschaftsplaner schufen mit dem Garten des aufgehenden Mondes eine Welt, die so exotisch war für die Berlinerinnen und Berliner, dass sie bald in Scharen kamen. Das Konzept schien aufzugehen: ferne Gartenwelten nach Berlin zu holen – nicht als Disneyland sondern als eigenständige Kunstwerke von Baumeistern der jeweiligen Nation. Wie der orientalische Garten. Die Oase, hier als Garten der vier Ströme angelegt, wurde von marokkanischen Kunsthandwerkern mit Materialien aus ihrem Heimatland erbaut.

Beate Reuber, Leiterin "Gärten der Welt"
"Es war eine wirklich spannende Geschichte, die man auch so nicht absehen konnte. Als wir mit dem Erholungspark begannen, war es eher wie ein Dornröschenschlaf, aus dem wir allmählich erwacht sind durch diese unterschiedlichen Gärten. Als wirklich der chinesische Garten eröffnet wurde, war das vielleicht die Geburtsstunde und der Grundstein, aber was das mit dieser Parkanlage und mit uns, die ja schon so lange dabei sind, gemacht hat, das war nicht absehbar."
 

Beitrag von Felix Krüger

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