Minze (Quelle: rbb)

- Minze

Sie gehört zu jenen Pflanzen, die sich eindeutig mit der Nase bestimmen lassen – die Minze. Ihre Blätter verströmen einen würzigen Duft, sobald man sie zwischen den Fingern reibt. Auch getrocknet und als Tee aufgegossen ist sie leicht zu identifizieren. Was so erfrischend riecht sind ätherische Öle, die u.a. Menthol enthalten.

Die heilende Wirkung von Minze ist seit Jahrtausenden bekannt. Sie wirkt gegen Übelkeit, ist krampflösend und keimhemmend, äußerlich angewandt kühlend und durchblutungsfördernd. Noch vor einigen Jahren spielte Minze im deutschen Arzneimittelanbau eine Rolle. Heute kommt sie vor allem aus Fernost. Zu den kräftigsten Arten zählt die Pfefferminze, Mentha piperita‘ sowie und die Nanaminze, Mentha ‚ spicata‘. Sie ist auch unter der Bezeichnung „Marokkanische Minze“ bekannt.

Mentha, so der lateinische Gattungsname, geht auf die griechische Mythologie zurück. Die Nymphe Minthe hatte es dem Gott der Unterwelt angetan. Dessen Frau war darüber so erbost, dass sie die arme Minthe in tausend Stücke zerriss. Aus jedem Einzelnen wuchs fortan Minze.

Wer sich diese mehrjährige Staude in den Garten holt, wird bald merken, dass sie bald überall auftaucht, da sie sich durch unter- und oberirdische Ausläufer fortpflanzt. Wenn man sie nicht überall haben möchte, ist es sinnvoll eine Ausläufersperre einbauen, damit sie die anderen Pflanzen nicht überwuchert.

Noch einfacher ist es, sie in einen Eimer zu setzen, der unten Löcher hat, damit keine Staunässe entsteht. Im Übrigen ist sie pflegeleicht. Am besten gedeiht sie im lichten Schatten auf feuchtem Boden.

Mittlerweile gibt es etwa 30 Arten. Viele von ihnen gedeihen auch im Topf oder Kübel. Zum Beispiel die starkwüchsige Samtminze oder die schwachwüchsige Basilikumminze. Gut winterhart sind die Apfelminze und die Pfefferminze.

Dagegen brauchen die Limonen-, Grapefruit – und Bananenminze einen Winterschutz. Minzen neigen dazu, sich miteinander zu kreuzen. So entstehen natürliche Hybride. Sie lassen sich nur vegetativ vermehren, also über Wurzelstücke. Häufig besitzen sie ein besonders intensives Aroma. So entstanden zum Beispiel die interessante Erdbeerminze und die Thai-Minze mit dunklen Stengeln.
 

Robust und dekorativ sind die Bergminzen. Sie gehören ebenfalls zur Familie der Lippenblütler, sind aber eine eigene Gattung. Wer Minze mag und Schmetterlingen und Bienen eine Freude machen will, sollte also Bergminze pflanzen.

Beitrag von Martina Hiller

weitere Themen der Sendung

Stockrose, Foto: Antenne Brandenburg
Antenne Brandenburg

Nostalgische Sommerschönheiten - Stockrosen

Stockrosen versprühen pure Nostalgie und ziehen durch ihre Schönheit jeden Betrachter sofort in ihren Bann. Den ganzen Sommer über beschenken sie uns mit zahlreichen malerischen Blüten in zartem Rosa, strahlendem Weiß oder Zitronengelb – die Farbpalette der Stockrose ist wie gemacht für Gärtner mit einem Hang zu romantischen Gartenbildern. Ein Pflanzenportrait.

Wildblumensammlerin Uta Kietsch (Quelle: rbb)
rbb

Wildblumenmischungen in der Samentüte

Uta Kietsch hat einen anstrengenden aber durchaus befriedigenden Beruf: sie sammelt Wildpflanzensamen und sorgt so nicht nur für die Erhaltung seltener und vom Aussterben bedrohter Pflanzen, sondern auch für die große Vielfalt an Samenmischungen für den Hobbygärtner. Auf ihrer „Wildsameninsel“ in der Uckermark wachsen knapp 30 verschiedene Wildarten. Wir haben die Wildsamensammlerin einen Tag bei ihrer Arbeit auf dem Feld begleitet

Inkalilien (Quelle: rbb)
rbb

Tipps

Sortentipp Inkalilien +++ Flaschentipp +++ Zackenschote bekämpfen +++

Verbenen(Quelle: rbb)

Dezenter Lückenfüller - Patagonisches Eisenkraut

Das Eisenkraut ist ein attraktiver Begleiter im Beet. Die Verbene, zu deutsch Eisenkraut, ist eine beliebte Pflanze für den Südbalkon oder sonnige Stellen im Garten, denn sie kommt mit praller Sonne und Hitze ohne weiteres zurecht. Beliebt ist die Verbene besonders wegen ihrer Blütenfülle, die den ganzen Sommer über anhält.