Stockrose, Foto: Antenne Brandenburg
Antenne Brandenburg
Stockrose | Bild: Antenne Brandenburg

Nostalgische Sommerschönheiten - Stockrosen

Stockrosen versprühen pure Nostalgie und ziehen durch ihre Schönheit jeden Betrachter sofort in ihren Bann. Den ganzen Sommer über beschenken sie uns mit zahlreichen malerischen Blüten in zartem Rosa, strahlendem Weiß oder Zitronengelb – die Farbpalette der Stockrose ist wie gemacht für Gärtner mit einem Hang zu romantischen Gartenbildern. Ein Pflanzenportrait.
 

Sie zieren Mauern, Zäune und manchmal auch ganze Gärten: Stockrosen, botanisch : Alcea rosae, im Volksmund auch Bauernrose genannt.

Sie gehört zur Familie der Malvengewächse. Sie spielt neben den Buschmalven, den Bechermalven und dem Echten Eibisch im wahrsten Sinne des Wortes eine herausragende Rolle. Bis zu zwei Metern kann sie hoch werden und da sie von unten nach oben hin aufblüht, hat man lange Freude an ihr.

Stockrosen stehen gerne etwas windgeschützt und in voller Sonne, brauchen einen nährstoffreichen humosen Boden und eine gute Wasserversorgung. In Nachbarschaft mit halbhohen Stauden wie Phlox oder Alanth erhalten sie zusätzlichen Halt. Auf kargem Sand wachsen sie eher spärlich und sind dort besonders anfällig für den größten Feind der Stockrose, den Malvenrost.

Die Stockrose gilt als zweijährig. Es ist aber durchaus möglich, dass sie sich über etliche Jahre am gleichen Platz hält. Es empfiehlt sich, sie nach der Blüte und bevor sich die Samenkapseln ausbilden, etwa eine Handbreit über dem Boden abzuschneiden. So hat sie gute Chancen ihre Kraft in die Wurzel zu stecken und im nächsten Jahr wieder zu erscheinen. Dort wo sie sich wohl fühlt, samt sie sich auch mal von alleine aus und bleibt dem selbstgewählten Standort treu. Oder man sät sie im Beet aus.

Stockrosen sind Dunkelkeimer. Sie haben ganz kleine runde Samen, die ganz platt sind. Sie sind noch kleiner als ein kleiner Fingernagel. Sie werden einfach auf die Erde gelegt, angedrückt und mit feiner Erde abgedeckt. Sie wachsen dann gleich los und sind schon im September zu sehen, wachsen dann auch im darauffolgenden Jahr. Aber erst ein Jahr später blühen sie.

Am besten funktioniert die Aussaat mit den ungefüllten Sorten. Nur selten in der gleichen Farbe. Je nachdem, wo das bestäubende Insekt vorher schon überall saß. Aus pink und weiß kann hellrosa werden , aber auch dunkel -oder knallrot. Stockrosen sind immer für eine Überraschung gut. Schwieriger ist das Aussamen der gefüllten Sorten, denn die machen es den Bienen schwer.

Gefüllte sollte man auf jeden Fall zurückschneiden und mit etwas Glück erscheinen auch im darauffolgendem Jahr wieder solch rüschige Blüten und wenn nicht: die Einfachen können sich schließlich auch sehen lassen.

Beitrag von Martina Hiller

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