Gemeine Florfliege (Quelle: imago)
imago stock&people
Bild: imago stock&people

Nützling mit vielen Talenten - Florfliege

Die Florfliege sieht mit ihren zarten Flügeln und ihrem filigranen Körper eher unscheinbar aus, ist aber äußerst nützlich. Und: Sie besitzt geheimnisvolle Fähigkeiten. Zum Beispiel kann sie morsen. Und soll den Sekundenkleber erfunden haben. Wir stellen diesen ungewöhnlichen Nützling und seine Talente vor.  

Und noch etwas hat die Florfliege erfunden - den Sekundenkleber. Ihre Eier stehen auf langen elastischen Stielen. Die Stiele werden gebildet aus einem klebrigen Sekret, das das Weibchen bei der Eiablage ausscheidet und das sofort aushärtet.

Der Stil ist wichtig - er schützt die Eier vor den eigenen Larven. Denn die fressen alles, was ihnen zwischen die Zangen kommt. Sie sind das für uns nützlichste Stadium im Leben einer Florfliege.

Blattlauslöwen nennen manche die Larven jetzt auch, denn sie pirschen und jagen wie richtige Raubtiere. Bis zu 500 Blattläuse spießt solch ein Vielfraß in seinem Leben auf, saugt sie aus und entsorgt dann die leere Hülle. Werden die Läuse knapp, greift sich der Löwe auch mal eine größere Beute. Hier dauert das Aussaugen natürlich länger. Dafür wächst die Larve schneller und verspinnt sich schon bald in einem Seidenkokon.

Wenn sie schlüpft, sind ihre Flügel noch nicht entfaltet. Mühsam kriecht sie dann zu einem Ast, wo sie sich noch einmal häutet und dann ihre Flügel aufpumpt. Zwei Generationen von Florfliegen entwickeln sich so übers Jahr, die letzte schlüpft im September. Dann versucht sie auch schon in unsere Häuser zu gelangen, um zu überwintern. Wer sein Heim nicht mit Florfliegen teilen will, kann vorsorgen und ihnen einen rot gestrichenen Überwinterungskasten anbieten. Denn auf Rot fliegen die Florfliegen. Mit Weizenstreu gefüllt finden die Tiere hier einen sicheren Platz für den Winter. Und von dort können sie im Frühjahr schnell durchstarten und unsere Blumen mit kleinen Löwen versorgen. 

Beitrag von Dorte von Stünzner

weitere Themen der Sendung

Gräser (Quelle: rbb)
rbb

Grazile Schönheiten im Herbstbeet - Gräser

"Gräser sind das Haar der Mutter Erde", schrieb der Gartenphilosoph Karl Foerster einst. Kein Wunder, dass Ziergräser zu den Lieblingen vieler Gartengestalter und Gartenbesitzer gehören. Gräser gibt es für jeden Geschmack, für jeden Gartenstil und für jeden Standort. Wir stellen die schönsten und besten Sorten vor. 

Garten mit Dahlien und Verbene, Foto: imago
imago stock&people

Farbenfrohes Finale - Dahlien

Liebhaber bezeichnen sie auch als feurige Mexikanerin oder als die Blume der Azteken, die Dahlie. Schließlich hat sie ihre Heimat in Mexico und bringt erst seit Ende des 18. Jahrhunderts ihre prächtigen Farben in unsere spätsommerlichen Beete oder Kübel. Und es gibt wohl kaum eine andere Pflanze, deren Blüten so viele unterschiedliche Farben und Formen aufweist.

Stauden-Hibiskus (Quelle: rbb)
rbb

Tipps

+++ Staudenhibiskus +++ Scheinquitten +++ Zierkohl pflanzen +++ Allium setzen +++

Quitten am Baum (Quelle: Imago)
imago

Quitten

Sie ist dekorativ, duftet herrlich und ist steinhart. Die Quitte, die ihre Heimat im südlichen Kaukasus hat, ist eines der ältesten Obstgehölze. Und sie ist besser als ihr Ruf.