Quitten am Baum (Quelle: Imago)
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- Quitten

Sie ist dekorativ, duftet herrlich und ist steinhart. Die Quitte, die ihre Heimat im südlichen Kaukasus hat, ist eines der ältesten Obstgehölze. Und sie ist besser als ihr Ruf. 

Geerntet wird sie recht spät: Im Oktober und im November, wenn die Früchte nicht mehr grasgrün, aber auch noch nicht gelb sind und sich gut vom Baum lösen lassen. Der pelzige Belag schmeckt bitter und muss vorher abgewischt oder besser abgebürstet werden. Das Zerkleinern ist mühsam. Da hilft nur ein großes Brotmesser oder bei größeren Mengen ein spezieller Obstschredder.

Obwohl die Früchte sehr hart und fest sind, ist die Saftausbeute beachtlich und ausgesprochen aromatisch. Ganz gleich ob es sich um Apfel- oder Birnenquitten handelt: Sie unterscheiden sich lediglich in Ihrer Form. Angeboten werden derzeit häufig neuere Sorten wie die ‚Cydora‘ oder ‚Cydopom‘, die aus wärmeren Weinbaugebieten kommen und durch hiesige Witterungskapriolen zu Trockenrissen, Frostschäden am Stamm und Rostanfälligkeit neigen.

Eigentlich mag es die Quitte etwas wärmer. Aber einige alte Sorten haben sich auch in unseren Lagen bewährt. Auf diesem Deich bei Wriezen im Oderbruch steht ein jahrzehntealter Bestand, der auch heute noch ganz ohne Pflege beachtliche Früchte trägt. Ein wahrer Schatz für die Züchtung.

Die Quitte wird meist als kleinwüchsiger Baum angeboten. Sie ist selbstfruchtend, muss kaum beschnitten werden und hinterlässt kein matschiges Fallobst – also kurz gesagt: Sie ist ideal für den Hausgarten.

Bewährt haben sich in unserer Region die Sorten ‚Wudonia‘, eine Apfelquitte und die birnenförmige ‚Radonia‘.


Beitrag von Martina Hiller

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