Holländerwindmühle im Britzer Garten (Quelle: imago/NBL)
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Ein Porträt - Der Britzer Garten

Idyllische Bäche, grasende Kühe und wogende Gräser zwischen bunten Blüten. Diese Bilder sind kein Ausflugstipp für einen Brandenburger Naturpark oder gar für die Alpen. Es sind Bilder aus Berlin, aus dem Britzer Garten. 

Das 90 ha große Areal im Südwesten der Stadt wurde einst für die Bundesgartenschau 1985 modelliert und gestaltet. Gedacht als Erholungspark für die Bevölkerung der damaligen Westberliner Bezirke Tempelhof und Neukölln, weil es dort kaum öffentliches Grün gab.

Entstanden ist ein moderner gewachsener Landschaftspark mit einer Seenlandschaft in der Mitte, weitläufigen Wiesen, auf denen auch getobt werden darf, Spielplätzen und wunderschönen Beeten.

Ein Park wird mit den Jahren immer schöner, Bäume und Sträucher üppiger. Aber so ein Park braucht auch ständig Pflege und hin und wieder Veränderungen. Wenn z.B. ein Baum so groß geworden ist, dass die einst darunter gepflanzten Stauden zwischen den dicken Wurzeln keinen Platz mehr finden.

Auch am See muss regelmäßig eingegriffen werden. Das Schilf hätte sonst längst die ganze Wasserfläche erobert, die Sichtachse wäre weg.

Für die Berliner ist der Britzer Garten ein wahres Geschenk. Der Park wird gut besucht und es fährt auch eine Parkbahn. Die Themengärten, die wie kleine Gartenzimmer wirken, suggerieren fast Privatsphäre. Im weißen Garten zum Beispiel oder im Farngarten. Neu hinzugekommen ist die äußerst beliebte Kneippstelle. Gesundheitsbewusste können hier auf Kieselgrund durchs kalte Wasser marschieren und tun das auch fast das ganze Jahr über.

Investiert wurde auch in eine Regenwassernutzungsanlage. Das spart nicht nur Grundwasser, sondern entlastet auch die öffentlichen Kläranlagen und erleichtert die Beregnung der Rasenflächen.

Und richtig schön ist auch die alljährliche Dahlienschau, die nicht nur mit imposanten Blüten sondern auch durch wunderbare Farb- und Sorten-Kombinationen begeistert.

 

Beitrag von Martina Hiller

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