Permagarten in Alt-Rosenthal (Quelle: rbb)

Gewolltes Durcheinander - Permakultur in Alt-Rosenthal

Ein Garten, der den Anschein erweckt, als wäre er in Vergessenheit geraten. Wildromantisch, es blüht und summt - und wuchert. Doch dieses offensichtliche Durcheinander ist gewollt. Die Pflanzen wachsen dort, wo sie sich wohl fühlen, wo ihnen der Boden und die Nachbarschaft behagen.

Alles bleibt, wo es wächst, selbst wenn die Pflanzen verwelkt oder abgestorben sind. Dieses vermeintliche Chaos heißt Permakultur.

Was hier in Alt-Rosenthal am Rande des Oderbruchs wächst, dient fast ausschließlich der Saatgutproduktion. Daher muss alles lange stehen bleiben auch wenn es dann nicht mehr so ansehnlich ist. Groß und reif wird ohnehin nur, was gesund und kräftig ist. Herbizide oder mineralischer Dünger sind tabu. Weil hier alles bleiben darf, Wildkräuter neben Kulturpflanzen stehen, regelt sich das Schädlingsproblem relativ gut von alleine. So sorgt die Ringelblume neben dem Salat dafür, dass Schnecken fernbleiben.

Dass sich die ein oder andere Pflanze auch mal selbst aussät, ist ebenfalls erwünscht, wie der Schwarzkümmel zum Beispiel.

Denn was aus eigener Kraft groß wird, ist mit Sicherheit robust und liefert wiederum bestes Saatgut. Beifuß ist weniger erwünscht und wird vor der Samenreife abgeschnitten. Die Biomasse, etwas zerkleinert, dient jedoch als Mulchmaterial und liefert den Buschbohnen z.B. Nahrung und Verdunstungsschutz.

Groß und kräftig werden ohnehin nur die ganz harten. Diese Tomaten einer sehr alten robusten Sorte haben trotz Regens keine Braunfäule. Auch sie sollen Samen liefern. Ebenso wie die Schoten vom Palmkohl, die demnächst erntereif sind. Höchste Eisenbahn ist es für den Salbei. Was hier geerntet und eingetütet wird, sind echte, vornehmlich alte Sorten, die robust, freilandtauglich, ertragssicher und natürlich keine Hybriden sind.



Beitrag von Martina Hiller

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