Park Sanssouci im Herbst (Quelle: rbb)
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Hochsaison für die Gärtner - Park Sanssouci im Herbst

Noch empfängt der Park Sanssouci die Besucher in herbstlichen Farben. Die Atmosphäre: beschaulich. Die Gärtner allerdings haben Hochsaison. Die über 900 Kübelpflanzen wandern in das Winterquartier im Orangerieschloss. Es ist das größte Bauwerk im Park Sanssouci. 1860 fertiggestellt, überflügelt es mit seinen 300m Länge sogar das Neue Palais.  

Park Sanssouci im Herbst (Quelle: rbb)

Andreas Pietsch pflanzt achtzig Apfelbäume. Die alten Sorten heißen Berliner Schafsnase, Orleans Reinette oder weißes Seidenhemdchen. Alle Sorten sind über 200 Jahre alt. 

In den nächsten Jahren werden noch andere alte Obstsorten aus dem 18. Jahrhundert wie Birne oder Pflaume gepflanzt. Auch die Rekonstruktion der Laubengänge unterhalb der Bildergalerie gehört zur Wiederherstellung des Holländischen Gartens – einem kleinen Teil des großen Parks, der gerade winterfest gemacht wird.

Auch Sturmschäden müssen beseitigt werden. Das heißt viel zusätzliche Arbeit. Dieser 100 Jahre alte Ahorn wird erst vom Wasser aus geborgen. Dann, wenn der Bach gefroren ist. 

Im Sizilianischen Garten wird das Rondell abgeräumt. Die Pflanzen des Sommers landen auf dem Kompost, die Beete werden mit Erde aufgefüllt und dann Zwiebeln für das Frühjahr gesetzt. Pampasgras kommt zum Überwintern in die Orangerie. Aber das spanische Rohr darf stehen bleiben. 

Auch wenn das letzte Laub gefallen ist, bleibt immer noch viel zu tun. Der Park hat dreihundert Hektar, ein riesengroßes Areal und da gibt es sechsundzwanzigtausend Bäume und diverse große Gehölzpartien, also Arbeit bis zum Mond. Über dreißig Kilometer Hecken. Da wird einem nicht langweilig.

Beitrag von Julia Sebastian

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