Rosen und Katzenminze (Quelle: Imago)
Imgao
Bild: Imgao

Rosenhof - Rosenbeete im Winter

Englische Rosen – selbst spät im Jahr denken die royalen Schönheiten noch lange nicht ans Abdanken! In der Königlichen Gartenakademie in Berlin Dahlem stehen manche jetzt noch in Blüte.

Die Gartendesignerinnen Isabelle Van Groeningen und Gabriella Pape haben in England studiert, viele ihrer Lieblingssorten sind daher Pflanzen des englischen Rosenzüchters David Austin.

In einem Rosengarten sollen Rosen nachgepflanzt werden, da gilt es einiges zu planen und zu beachten: Sie sollten für das Klima in der Region geeignet sein und es ist wichtig, dass man Rosen aussucht, die relativ gesund sind, denn gerade heutzutage gibt es immer mehr Sorten bei denen auf generelle Gesundheit geachtet wird.

Den Garten, den sog. „Rosenhof“, haben die beiden Designerinnen vor mehreren Jahren gestaltet. Mit der Zeit aber sind Lücken entstanden, die sie jetzt mit robusteren Sorten füllen wollen. Die Rosen, die mäkeln, werden gegen neue Austin-Rosen ausgetauscht, weil sie etwas winterhärter sind.

Und die sollen jetzt in Klosterheide in der Brandenburgischen Gemeinde Lindow in die Erde. Hier auf dem malerischen Rosenhof leben Nina und Lothar von Maltzahn, sie sind Kunden und Freunde! Gärtnern ist auf dem parkähnlichen Anwesen ein Event, bei dem alle mitmachen!

Bei der Rosenpflanzung sollte man vor allem auf den passenden Standort achten: Mindestens fünf Stunden Sonne sind für die Rosengesundheit unerlässlich und natürlich der richtige Boden!

Zusätzlich verbessert wird er durch Mykorrhiza Pilze, die das Wurzelwachstum anregen, gerade an Stellen, wo vorher schon einmal Rosen standen. Noch ein Tipp der Profis: den Wurzelballen lockern!

Ohne passende Begleiter kommen selbst die englischen Rosen nicht zur Geltung, diese Art der Mischpflanzung aus "Königinnen und Hofstaat" hat in der englischen Gartenkunst eine lange Tradition und einen französischen Namen: Cache misère – cacher heißt verstecken und misère ist das Unglückliche, Miserable im Leben. Rosen sind keine schönen Pflanzen. Die Blüte ist schön, aber unten sind sie kahl, haben die Veredlungsstelle, stachlige Beinchen und gelbe Blätter. Und wenn man um sie einen Schal aus niedrigen Hecken oder Stauden wie Frauenmantel und Katzenminze pflanzt, versteckt man das Unschöne der Rosen.

Deshalb teilen die Gartendesignerinnen am Ende des Pflanztages noch schnell die vorhandene Katzenminze und setzen sie sofort wieder ein - damit es auch wirklich perfekt wird, das Rosenbeet auf englische Art!


Beitrag von Horst Mager

weitere Themen der Sendung

Schneerose, Christrose (Quelle: imago stock&people)
imago stock&people

Königin des Winters - Christrosen - Rose des Winters

Wenn andere Blumen Winterschlaf halten, entfaltet die Christrose ihren Blütenschmuck und weil sie in Eis und Schnee blüht, ist sie die unangefochtene Winterkönigin. Die Christrose, auch Schneerose oder Weihnachtsrose genannt, schmückt den Garten den ganzen Winter über. In unterschiedlichen Farben und mehr als 15 Arten sind die äußerst robusten und pflegeleichten Pflanzen ein Highlight in jedem winterlichen Garten.  

Chicoreeköpfe © imago/McPHOTO/Diez
imago

Je blasser umso besser - Chicoree - gesundes Wintergemüse

Dieses äußerst gesunde Wintergemüse enthält besonders viel Provitamin A, Vitamin B1 und B2, ist reich an Kalium, Phosphor und Kalzium. Und hat erfreulicherweise nur 16 kcal pro 100 Gramm. Botanisch stammt der Chicoree von der blauen Wegwarte ab, auch Zichorie genannt.

Blutampfer (Quelle: imago/S. Derder)
imago stock&people

Tipps

Winterzauber für Balkon und Terrasse +++ Hecken pflanzen +++ Christmas Garden Berlin 2017 +++ 

Die Gondeln der Seilbahn schweben am 15.10.2017 in Berlin über das Gelände der IGA (Quelle: dpa/ Britte Pedersen)
dpa-Zentralbild

Was bleibt? - IGA - Nachlese

Was passiert sechs Wochen nach dem Ende der internationalen Gartenausstellung eigentlich auf dem ehemaligen IGA Gelände in Berlin Marzahn? Von Winterruhe keine Spur: jetzt wird abgebaut, im Fachjargon: rückgebaut. Kübelpflanzen kommen ins Winterlager, Pflanzen werden geteilt, neue Beete werden angelegt. Vieles von der IGA wird bleiben, manches aber geht für immer.