Primeln (Quelle: rbb)
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Symbole für Jugend und Hoffnung - Primeln

Primeln gehören zu den ersten Blühern im Gartenjahr. Ob Aurikel oder Schlüsselblume – sie erfreuen einfach unser Herz. Es gibt ausdauernde Stauden unter ihnen und kurzlebige Saisonschönheiten – sie alle leuchten – mal einfach und offen, mal dicht gefüllt!

Sie sind die ersten im Gewächshaus, die ersten auf dem Fensterbrett und abgesehen von Schneeglöckchen, Winterlingen und Krokussen fast die ersten, die in der Natur ihre bunten Blüten entfalten.

Das Robusteste im Garten ist die Kissenprimel auch bekannt als „Wanda“. Alle vier Jahre sollte man sie aufnehmen, teilen und dann neu aufpflanzen.

Die Blütenstiele der Primula vulgaris, sind relativ kurz. Bis zu 25 wachsen aus der Blattrosette und bilden einen dichtes Kissen. In puncto Blütenvielfalt haben sich die Züchter richtig ausgetobt. Es gibt pastellfarbene und knallig leuchtende Sorten. Nostalgisch gerüschte, gefüllte und gesäumte Blüten.

Manche ähneln gar Rosen oder Tulpen. Andere sind einfarbig oder gestreift.

Eigentlich sind Primeln mehrjährig und können ausgepflanzt werden. Die meisten kommen wieder, auch wenn sie nach dem Frost zunächst etwas traurig aussehen.

Im Laufe der Zeit werden sie jedoch einfarbig, auch Ränder und Rüschen verschwinden.
Auf mageren Wiesen finden wir die ‚Primula veris, unsere heimische Schlüsselblume.

Einer Legende nach fiel Petrus einst der Himmelsschlüssel auf die Erde. Engel holten ihn zurück, und dort, wo er die Erde berührt hatte, wuchs eine Schlüsselblume.

Primula eliatior, das sind die als hohe Schlüsselblumen bezeichneten langstieligen Primeln.

Nur in kräftigem Rosa gibt es die robuste Rosenprimel, die Teichränder bevorzugt.

Ein Stubenhocker dagegen ist Primula obconica, die Becherprimel. Sie blüht imposant, kann aber mitunter aufgrund ihrer Blatthärchen bei empfindlichen Personen Juckreiz auslösen.

Wieder anders in der Form: die Kugelprimel. Sie ist eine dankbare ausdauernde Staude. Nur Spätfröste mag sie nicht. Absolut winterhart ist die historische Aurikel, sie kommt dafür mit Nässe nicht klar. Ebenfalls gartentauglich - die Englische oder auch Victoriana–Primel.

Primeln – und kein Ende. Selbst der berühmte Staudengärtner Karl Foerster sagte:

"Das Primelreich in seiner Vornehmheit und weltweiten Fülle wirkt auf den Wissenden so imponierend, dass er sich fast beklommen in die endlose Schatzkammer wagt."

Beitrag von Mrtina Hiller

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