Vogelkirsche (Quelle: rbb)
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Schneeweiße Blütenkönigin - Die Vogelkirsche

Schon im April strahlt sie leuchtend weiß an Waldrändern, Feldwegen oder auch im Schutz hoher Wälder: Prunus ‚avium‘, die Vogelkirsche. Sie ist die Mutter unserer Süßkirsche, die aber erst etwas später blüht. Abertausende von Blüten bieten im zeitigen Frühjahr Bienen, Hummeln und anderen Insekten eine wichtige Nektarquelle und selbst Spätfröste kann die weiße Wilde gut kompensieren.

Vogelkirsche (Quelle: rbb)

Auch wenn die Vogelkirsche in ihren Anspüchen an Boden und Nährstoffen sehr genügsam ist, gibt es immer weniger dieser Bäume. Industrielle Forstwirtschaft und die starke Konkurrenz der amerikanischen oder spät blühenden Traubenkirsche haben sie weitgehend verdrängt. Leider achten nur wenige Forstbetriebe darauf, sie zu schonen oder sogar wieder anzupflanzen.

Obwohl sich die Vogelkirsche durch Sämlinge selbst beharrlich verbreitet, hat es so ein kleines Pflänzchen schwer, denn es scheint für Rehwild eine ausgesprochene Delikatesse zu sein. Hat sie es jedoch geschafft, kann sie bis zu 30 Meter hoch werden. Und weil ihre unzähligen Blüten weit ins Land hinein leuchten, wird sie auch charmant als schneeweiße Blütenkönigin bezeichnet.

Beitrag von Martina Hiller

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