Magnolien
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Blütenköniginnen des Frühlings - Magnolien

Magnolien zählen mit zu den schönsten Frühjahrsblühern. Sie erstrahlen in herrlich pastellfarbenen Rosa- und Weißtönen und sind sowohl als Einzel- als auch in der Gruppenpflanzung eine Augenweide. Kaum eine andere Pflanze kann im Frühjahr mit ihnen konkurrieren, denn ihre porzellanartigen, duftenden Blütenschalen sind an Schönheit kaum zu überbieten. Aufgrund ihrer Blütenform werden Magnolien auch Tulpenbäume genannt.

Sobald der Frühling mit etwas mehr Sonne aufwartet, entfaltet sie ihre spektakuläre Blütenpracht. In weiß oder rosé, in magenta, lila oder rosa changierend. Mittlerweile gibt es sie auch in gelb. Die Magnolie.

Ihr verschwenderisches Blütenfeuerwerk ist jedoch schnell wieder verschwunden. Ungefähr zwei Wochen kann man sich an ihr erfreuen, wobei manche Bäume zu einem späteren Zeitpunkt ein zweites Mal blühen. Spätfröste können frühblühenden Magnolien oft über Nacht ein jähes Ende bereiten. Die Folge sind braune Blüten.

Solange die Knospen geschlossen sind, passiert nichts, schützen sie sich doch mit solch kleinen haarigen Pelzmützchen. Daher sollte bei der Sortenwahl nicht nur die Farbe, sondern auch der Blühzeitpunkt beachtet werden. Ansonsten aber sind sie sehr robust.

Recht robust ist auch „Susan“. Sie blüht meist im September noch mal nach und will mit stolzen fünf Metern hoch hinaus.

Zeitig schon im März blüht die reinweiße Magnolia ‚Stellata‘, die Sternmagnolie. Durch die frühe Blütezeit kriegt sie eher schon mal Frost ab, blüht aber schnell wieder nach. Es gibt sie in verschiedenen Größen. Auch rosafarbene Sorten sind zu haben.

Wunderschön und die bei uns wohl populärste Magnolienart: die Tulpenmagnolie. Die Sorte ‚Lennei‘ beindruckt mit markanten Blüten, außen in pink und innen in weiß. ‚Heavenscent‘ imponiert mit edlen aufrechten Blüten. Auch Tulpenmagnolien sind sehr frostempfindlich, sie sollten daher immer geschützt stehen.

Ansonsten sind Magnolien äußerst pflegeleicht. Gepflanzt wird im Frühjahr oder im Herbst. Magnolien sind extreme Flachwurzler. Man sollte das Pflanzloch eher breit als tief ausheben und sollte darauf achten, dass man den Bodenaushub eins zu eins mit Rhododendronerde, sprich mit saurer Erde mischt. Magnolien mögen es sauer bis neutral. Wenn man einen alkalischen Boden hat, dann gedeihen sie nicht. Magnolien sind empfindlich an der Wurzel, vertragen also keine Staunässe. Daher sollte man sie nicht in Lehmböden pflanzen, d.h. man sollte der Bodenvorbereitung ein erhöhtes Augenmerk schenken.

Magnolien sind salzempfindlich, zu viel Dünger verursacht Wurzelschäden. Ideal ist daher eine etwa 5 cm starke Schicht aus Rindenmulch.

Etwas geschützt fühlen sie sich an Hauswänden besonders wohl. Allerdings sollte bedacht werden, dass sie im Laufe der Jahre sehr groß und ausladend werden, jungen Pflanzen sollte daher immer genügend Platz für ihre Entwicklung gegeben werden.

Magnolien kann man schneiden, man kann sie auch formen, gerade als junges Gehölz. Aber es ist kein Heckengehölz. Die Schönheit und die Form gehen verloren, wenn man mit der Schere zu viel an ihr arbeitet.

In tiefem Rot präsentiert sich die robuste ‚Genie‘. Sie bleibt schlank und wird maximal drei Meter groß, eignet sich also gut für kleine Gärten.

Wer viel Platz hat kann gar eine Gelbe nehmen. Diese Farbe hatte Mutter Natur zwar nicht vorgesehen, aber Züchter halfen nach, so entstand z.B. ‚Yellow bird‘, die besonders groß und breit wird.

Botanisch betrachtet ist die Magnolie ein großer Strauch, der Baumhöhe erreichen kann. Am besten kommt ihre gigantische Blütenpracht zur Geltung wenn sie sich als Solitärgehölz auch vor passender Kulisse präsentieren darf.

Beitrag von Martina Hiller

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